Sie waren angetreten, um Grosses zu leisten. «Your time, your chance – take it», stand auf einem Plakat in den Katakomben der Wetziker Eishalle. «Deine Zeit, deine Chance – nutze sie», lautete die Losung für die Playoffs also. Genutzt hat der EHCW die Chance nur bedingt – auch wenn man auf den ersten Blick als Qualifikations-Siebter zufrieden sein müsste, erst im Playoff-Halbfinal gescheitert zu sein. «Ich habe dem Team gesagt es könne stolz sein auf das Erreichte», sagte Trainer Roger Keller. «Wir haben den siebten Platz vergessen gemacht.»
Brutal. Aber wir vergessen nie: Diese Playoffs waren geil! Wir behalten die tollen Erinnerungen in unseren Herzen. pic.twitter.com/U1hqUnFITf
— EHC Wetzikon (@EHCWetzikon) 4. März 2017
Es wäre mehr möglich gewesen
Zwar kam der EHCW in den Playoffs einen Schritt weiter als in der letzten Saison – damals scheiterte man im Viertelfinal über fünf Spiele an Frauenfeld. Das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre als die Halbfinalqualifikation, bleibt jedoch bestehen. «So kurz nach dieser Serie kann ich nicht zufrieden sein», fand jedenfalls André Böhlen, Sportchef der 1. Mannschaft. «Es wäre falsch, wenn die Jungs nun selbstzufrieden heimgehen würden.»
Dass der unübersehbaren Steigerung die Krönung in Form einer Finalqualifikation fehlt, ist womöglich eine Spätfolge des siebten Qualifikationsranges. Mit einer besseren Klassierung hätte der EHCW im Playoff-Tableau einem Halbfinal-Derby gegen Dübendorf womöglich ausweichen können. Mit Chur hat man zwar den Zweiten nach der Qualifikation eliminiert und ist im Halbfinal nach engen Partien am besten Team der Liga gescheitert. Auf dem Papier aber hat das talentierte Team, das vor der Saison von vielen als Mitfavorit gehandelt wurde, nicht erfüllt.
