Zwei Tage lang hatten die Derby-Rivalen nun Zeit. Die Wetziker, um den 5:2-Sieg vom Samstag in Dübendorf zu geniessen und sich von den Strapazen zu erholen, die Dübendorfer, um ihre Wunden zu lecken. Sie, die zuvor
27 Siege in Serie gefeiert hatten, fanden im EHCW wieder einen Bezwinger und müssen sich heute Abend deutlich steigern.
Wetzikons Trainer Roger Keller geht davon aus, dass die Glattaler genau dies tun. «Ich erwarte ein ganz anderes Dübendorf», sagt er. In den letzten zehn Minuten am Samstag habe Dübendorf sich stark gesteigert. «Das zeigte, dass wir uns überhaupt nicht in Sicherheit wähnen dürfen. Verwalten funktioniert gegen eine solche Mannschaft nicht.»
Ob die Dübendorfer Steigerung auch damit zu tun hatte, dass die Wetziker nach dem 4:0-Vorsprung etwas vom Gas gingen, bleibe dahingestellt. Fakt ist: In einem Punkt war Dübendorf am Samstag besser. Es nutzte sechs Powerplay-Gelegenheiten zu zwei Treffern, Wetzikon kam bei gleich vielen Überzahlspielen auf ein Tor. «Wenigstens funktionierte das Powerplay», sagt EHCD-Captain Remo Sägesser – während Keller mahnt: «Wir dürfen nicht zu viele Strafen nehmen, sonst bringen wir uns selber in Gefahr.» Und sein Team müsse im Powerplay selber «abgeklärter und geduldiger» sein.
«Einfach besser spielen»
Und was müssen die Dübendorfer besser machen? Vieles. Zwar sah Trainer Andrea Cahenzli am Samstag schon «zwei, drei gute Dinge» – insgesamt aber war die Leistung seiner Equipe bescheiden. «Wir müssen einfach besser spielen und mehr Einsatz zeigen», sagte Cahenzli nach dem gestrigen Training, in dem er dem Team «noch einige Tipps» mit auf den Weg gab. Entdeckte er Wetziker Schwachstellen? Nimmt er taktische Änderungen vor? Der EHCD-Coach lässt sich nicht in die Karten blicken und sagt nur: «Es geht vor allem um den eigenen Einsatz.»
