Resultatmässig war es ein Steigerungslauf, den Gilles Roulin bei seinen ersten Weltcup-Einsätzen im norwegischen Kvitfjell hinlegte: Dem 37. Rang beim Debüt in der Abfahrt vom Freitag liess er am Samstag in derselben Disziplin einen 34. Platz folgen. Am Sonntag im Super-G, seiner stärksten Disziplin, holte er als 25. gar seine ersten sechs Weltcup-Punkte. «Es war eine gute Erfahrung», lautete Roulins Bilanz nach dem Weltcup-Debüt. «Ich habe viele positive Eindrücke gewonnen, die Lust auf mehr machen.» Die gewonnenen Weltcup-Punkte bezeichnete er als «einen guten Anfang, auf dem ich aufbauen kann».
Oben fehlerhaft, unten schnell
Roulin hatte sich keine bestimmten Ränge zum Ziel gesetzt, sondern reiste nach Kvitfjell, um seine Fähigkeiten auf höherer Stufe unter Beweis zu stellen. Das gelang ihm. In den beiden Abfahrten unterliefen dem Oberländer zwar im oberen Teil ausgerechnet vor einem Gleiterstück Fehler, die ihn viel Zeit kosteten. Im unteren Streckenabschnitt hingegen war er in einzelnen Passagen fast auf demselben Level wie die Top Ten. Gestern im Super-G steigerte er sich in die Punkteränge, nachdem er bei der zweiten Zwischenzeit auf halber Strecke nur den 39. Rang belegt hatte.
Nächste Station Kranjska Gora
«Ich weiss nun, dass es nicht ganz falsch ist zu planen, auf dieser Stufe mitzumischen», sagte Roulin, für den nun zwei Tage Pause im heimischen Grüningen angesagt sind. Danach trainiert der 22-Jährige in Tarvisio, bevor er am Samstag im slowenischen Kranjska Gora zu seinem Riesenslalom-Debüt im Weltcup kommen wird.

