EHC Dübendorf nutzt Strafen aus
4:2 im ersten Spiel, 4:1 nun auswärts in Romanshorn: Der EHC Dübendorf wird seiner Favoritenrolle gegen die Pikes Oberthurgau im Viertelfinal bisher gerecht. Dies, obschon die «Hechte» auch gestern bewiesen, dass sie besser sind, als es der achte Tabellenplatz nach der Qualifikation glauben machte. Sie probierten mit Härte zum Erfolg zu kommen, überbordeten dabei aber bisweilen. «Unser Fokus lag darauf, das Spiel zu machen, wir wurden aber immer wieder mit unfairen Mitteln daran gehindert», sagte EHCD-Coach Andrea Cahenzli. «Als der Schiedsrichter dann durchgriff, waren die Verhältnisse klar.»
Kaltblütiger Künzli
Die ersten zehn Spielminuten waren geprägt von einem schnellen Hin und Her beider Teams. Was dem Spiel fehlte, waren die Playoff-Härte und gefährliche Abschlüsse von Dübendorf. So war es nicht unverdient, als die Pikes in Überzahl mittels Ablenker von Silvan Beer in Führung gingen (13.). Zwei Minuten vor der ersten Pause verhinderte EHCD-Keeper Remo Trüb nach einem Alleingang von Loosli das 2:0. Eine Minute später zeigte sich Ken Künzli eiskalt und glich aus.
Die Partie blieb schnell, aber praktisch ohne Körperkontakt und erinnerte mehr an eine herbstliche Qualifikationsrunde. Offensichtlich hinterliess die krankheitsbedingte Abwesenheit und damit fehlende physische Präsenz des Glattaler Captains Remo Sägesser ihre Spuren. Die Pikes hingegen schlossen an ihre am Dienstag gezeigte Leistung an und blieben bis Spielmitte fehlerlos.
Beers folgenschweres Foul
Dann verletzte Silvan Beer jedoch mit einem hohen Stock den Dübendorfer Steven Widmer und kassierte dafür fünf Strafminuten und einen Restausschluss. Als Müller eine weitere kleine Strafe fasste, nutzte Reichart die doppelte Überzahl zum Führungstreffer für den EHCD (36.). Zehn Sekunden vor Ablauf der Fünfminutenstrafe erhöhte Andreas Bührer auf 3:1. Die Pikes zeigten nun auf dem Feld und an der Bande Nerven.
Keine Reaktion der Pikes
Jetzt lag es an den Oberthurgauern, die Offensive noch mehr zu forcieren. Doch Dübendorf liess relativ wenige Erfolg versprechende Angriffe zu. Bührer entwischte sogar im Boxplay, scheiterte aber knapp am Pikes-Keeper Schenkel. Wenig später schied Sven Lupart nach einem ungeahndeten Check gegen das Knie aus – seine Saison dürfte beendet sein
In der 53. Minute entschied Adrian Stoob für Dübendorf mittels Shorthander zum 4:1 die Partie. Strittig dabei war, ob der Schiedsrichter – in der Annahme, Schenkel habe den Puck blockiert – nicht etwas zu früh abgepfiffen hatte. Dies konnte den Glattalern letztlich egal sein, sie brachten den 26. Sieg in Serie sicher nach Hause. (bg/fbo)

