Die Funktion ist neu, der Mann, der sie besetzt, ist ein alter Bekannter: Bruno Schyrr kehrt als Teammanager zum FC Uster zurück. Schyrr war von 2011 bis 2015 Trainer des FCU-Fanionteams, mit dem er gleich in der ersten Saison den Aufstieg in die 2. Liga interregional schaffte. Nach der Saison 2014/2015 wurde sein Vertrag nicht verlängert, was vom Klub damals mit sportlicher Stagnation begründet wurde. Mark Disler folgte auf ihn – und weil das Team in seiner zweiten Saison auf einem Abstiegsplatz überwintert, reagiert der Klub nun. Nicht mit der üblichen Massnahme einer Trainerentlassung, sondern der eher unüblichen Rückkehr des Ex-Trainers in anderer Funktion.
Kurze Angewöhnungszeit
«Es geht uns nicht darum, Druck auf Disler auszuüben», sagt Präsident Urban Osterwalder. «Wir erhoffen uns einen Schub durch die Erfahrung und das Netzwerk von Bruno Schyrr. Er kennt uns, wir kennen ihn, er braucht keine lange Angewöhnungszeit.»
Offenbar stand Disler sogar am Ursprung der Rückkehr Schyrrs. «Die Idee kam von mir», sagt er. Er habe sich Unterstützung gewünscht, und Schyrr sei sein Wunschkandidat gewesen. «Wir blieben immer in Kontakt, ich holte mir ab und zu Ratschläge. Es war schlicht naheliegend.»
Teammanager ist Schyrr also nun – eine Art Sportchef, der nur für das Fanionteam zuständig ist. Zusammen mit Disler soll er sich um die Kaderzusammenstellung kümmern, Gegner beobachten, den Staff unterstützen. Schyrr sagt, schon 2015 sei über ein allfälliges Engagement als Sportchef im FCU gesprochen worden. «Wir gingen nicht im Schlechten auseinander, aber ich wollte damals auch eine Auszeit nehmen». Eine Mannschaft trainiert hat er seither nicht, es habe lediglich «einige Kontakte und Anfragen gegeben».

