In der Gerüchteküche wird schon seit Monaten darüber spekuliert: Das Hinwiler Sauber-Team soll mit Honda in Verhandlungen über den Bezug von Kundenmotoren stehen. Dies konkretisiert sich nun, wie verschiedene Onlinemedien berichten.
Offiziell nimmt das Sauber-Team zur Motorenfrage derzeit keine Stellung. Aus verlässlichen Quellen weiss Züriost allerdings, dass der angebliche Wechsel zu Honda mehr als nur ein Gerücht ist. Der Ende 2017 auslaufende Vertrag mit dem aktuellen Motorenpartner Ferrari wurde nicht verlängert. Da solche Verträge in der Regel gleich über mehrere Jahre und vor allem frühzeitig abgeschlossen werden, um bei der Entwicklung eines neuen Autos nicht ins Hintertreffen zu geraten, ist dies ein deutliches Indiz für einen bevorstehenden Wechsel. Dass der neue Partner Honda heissen wird, dafür gibt es ebenfalls starke Indizien.
Klarheit bis im Mai?
Der japanische Hersteller kehrte 2015 in die Formel 1 zurück und ist derzeit exklusiver Partner von McLaren. Im letzten Jahr machten die Japaner publik, dass sie künftig gerne ein zweites Team beliefern würden. Aus diesem Grund baute Honda auch sein Werk im britischen Milton Keynes personell aus. Hondas Rennchef Yusuke Hasegawa sprach vor gut einem Monat gegenüber «autosport.com» vom «informellen Interesse» eines Teams. Eine Entscheidung müsse bis zum GP von Monaco fallen, der heuer am 28. Mai stattfindet. Das sei der späteste Zeitpunkt – «aber je früher wir es wissen, desto besser».
Dass Sauber das einzige interessierte Kundenteam ist, liegt quasi auf der Hand. Red Bull und Toro Rosso haben erst in der letzten Saison ihre Partnerschaft mit Renault bekräftigt; das Haas-Team bezieht von Ferrari nicht nur Motoren, sondern wird auch in weiteren Bereichen technisch unterstützt. Und für die Mercedes-Kunden Williams und Force India gibt es objektiv keinen Grund, um sich vom Hersteller des in den letzten Jahren besten Motors zu trennen.

