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«Ich hoffe, dass ich 2017 im Flow bleibe»

Für Randy Krummenacher bringt das neue Jahr sportlich und privat viel Neues. Der Oberländer aus dem Grüt steigt in die Superbike-WM auf – und seine Freundin erwartet ein Kind. «Es ist eine Riesenfreude», sagt der 26-Jährige.

«Ich hoffe, dass ich 2017 im Flow bleibe»

Wie haben Sie Weihnachten gefeiert?

Randy Krummenacher: Zuerst mit meiner Freundin Serena und ihrer Familie in Italien, sie lebt in der Nähe von Perugia. Am 26. Dezember feierte ich in der Schweiz mit meinem Vater und weiteren Verwandten – mit gutem Essen, aber ohne grosse Geschenke. Ich verschenke lieber unter dem Jahr einmal etwas.

Ist Weihnachten für Sie Stress oder vor allem Erholung?

Etwas von beidem. Ich finde die Vorweihnachtszeit stressig. Man hat immer das Gefühl, dass alles perfekt sein müsse. Die Weihnachtstage selber geniesse ich aber.

Achten Sie auch während der Feiertage auf die Ernährung oder gönnen Sie sich die eine oder andere «Sünde»?

Ich verstelle mich eigentlich nicht gross. Es kommt aber schon vor, dass ich einmal eine Rösti zu viel esse oder etwas mehr Alkohol trinke als üblich. Das gehört einfach dazu.

Wie werden Sie Silvester feiern?

Das weiss ich noch nicht genau. Ich werde in Italien sein. Vielleicht werde ich zuerst etwas Motocross fahren, und am Abend feiern wir gemütlich und gehen gut essen.

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr?

Gesundheit – das ist das wichtigste. Und ich hoffe, dass ich im Flow bleibe. Von mir aus darfs gerne weitergehen wie im 2016.

Haben Sie Vorsätze für 2017?

Nein, ich nehme mir keine Vorsätze – es kommt sowieso immer anders. Ich will weiterhin fighten, mich den Herausforderungen stellen, doch das sind keine speziellen Vorsätze fürs neue Jahr.

Sie hatten ein sehr erfolgreiches 2016 mit einem Sieg in der Supersport-WM und dem dritten Gesamtrang. Was war das sportliche Highlight für Sie?

Sicher der Sieg im ersten Rennen, das war einer der schönsten Momente meiner Karriere. Insgesamt betrachtet war es meine beste Saison bisher. Sie hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Ich bin wirklich happy. Ich hatte schon viele schwierige Jahre, deshalb gibt mir so ein gutes Jahr viel zurück. Und dass ich mich noch einmal steigern konnte, nachdem der Wechsel in die Superbike-WM fürs nächste Jahr klar war, zeigt mir, dass ich den richtigen Entscheid getroffen habe.

Im nächsten Jahr fahren Sie die Superbike-WM mit stärkeren Maschinen. Bedeutet das für Sie mehr Arbeit über den Winter?

Ich habe schon während der letzten Saison mein Training etwas angepasst, es ist jetzt noch spezifischer aufs Töfffahren ausgerichtet. Ich mache viele Übungen mit Eigengewicht, die auf Koordination ausgerichtet sind.

Sie haben vor einer Woche in Jerez mit einem Motorrad getestet, das dem Superbike ähnlich ist. Wie fühlte es sich an?

Ich hatte in den ersten zehn Runden brutal Mühe und dachte mir schon: «Was hast du dir da eingebrockt?» Dann fuhr ich an die Box, trank etwas, sagte mir: «So schwierig kann es doch nicht sein.» Dann lief es immer besser und machte mir richtig Spass. Nach zwei Tagen hatte ich schon fast das Gefühl, es sei «mein» Töff. Die Leistung ist beeindruckend. Ich fühle mich manchmal wie ein Jockey und muss aufpassen, dass das Vorderrad nicht abhebt.

Ist der Aufstieg in die Superbike-WM für Sie eigentlich lukrativ?

Es ist nicht so, dass ich keine Sponsoren mehr bräuchte. Aber ich kann gut atmen. Wenn ich an die Finanzen denke, verschlägt es mir den Schnauf nicht gerade – ich kann positiv in die Zukunft blicken.

Neues gibt es nicht nur in sportlicher, sondern auch in persönlicher Hinsicht: Sie werden Vater.

Ja, im Juli ist es soweit. Dass der Termin auf die Sommerpause fällt, ist ein glücklicher Zufall.

Rennfahrer riskieren viel. Glauben Sie, dass Sie als Vater eine andere Einstellung haben werden?

Mich treibt die Tatsache, dass ich Vater werde, derzeit einfach noch mehr an. Ich bin sehr motiviert – es ist eine Riesenfreude.

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