Fabienne Schlumpf pendelt derzeit zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Vergangenheit, das ist eine lange, harte, aber auch erfolgreiche Saison, mit der Finalqualifikation an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro über 3000 m Steeple als sportlichem Höhepunkt, aber auch mit dem Start im Hauptprogramm von Weltklasse Zürich als emotionalem Highlight.
An die schönen Emotionen wird sie regelmässig erinnert, gerade jetzt, in der Zeit der Jahresrückblicke und Sponsorenanlässe; aber auch, weil in ihrer Wohnung verschiedene Souvenirs stehen. Die Wetzikerin aber befasst sich lieber mit der Zukunft: «Gefühlt ist der Sommer schon ganz weit weg. Ich habe neue Ziele ins Auge gefasst», sagt sie.
Über Berlin nach Tokio
Ihre Zukunft hat Schlumpf grob geplant, es ist ein neuer Vierjahreszyklus, an dessen Ende die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stehen. Der Entschluss, die Karriere auf diese Weise fortzuführen, reifte in den dreiwöchigen Ferien im September. «Vorher wollte ich mir gar keine Gedanken darüber machen.» Nun weiss sie, dass sie genug motiviert ist für neue Ziele. «Via Berlin 2018 nach Tokio 2020» lautet das Motto.
Die Ambition hinter den Stichworten: In Berlin peilt Schlumpf im übernächsten August eine EM-Medaille über 3000 m Steeple an. Zwei Jahre später möchte sie in Japan ihre zweiten Olympischen Spiele bestreiten und fasst dafür auch einen Wechsel auf die Marathondistanz ins Auge. Ihr Debüt über die 42 Kilometer ist indes noch nicht terminiert, «sicher erst nach der EM 2018».

