Nach einem nervenaufreibenden Spiel jubelten die Wetziker gestern Abend doch noch. Peter Hürlimann sorgte mit seinem Powerplaytor in der zweiten Minute der Verlängerung für den 4:3-Sieg des EHCW gegen Seewen. Es war der Schlusspunkt hinter eine an sich faire Partie, die aber wegen teils sehr fragwürdiger Schiedsrichterentscheide zu einer aggressiven und emotionsgeladenen Hatz wurde. Insgesamt 22 kleine Strafen pfiff das Schiedsrichtertrio – 13 gegen Wetzikon, allein vier davon in den ersten zehn Minuten.
Vor allem deshalb fanden die Wetziker vorerst nicht richtig ins Spiel. Sie leisteten sich zudem zu Beginn in der Defensive zu viele Fehler. Torhüter Odin Neuenschwander stand aber wie eine Mauer und hielt sein Team mit zahlreichen Glanzparaden im Spiel. So spielten die Gäste früh in doppelter Überzahl; Fries kam unmittelbar vor dem Tor freistehend zum Abschluss, Neuenschwander liess sich aber nicht bezwingen.
Scheibenbruch und Doppelpack
Kuriose Szenen ereigneten sich in der 9. Minute, als die Scheibe im Wetziker Angriffsdrittel in Scherben zerfiel und eine längere Pause nach sich zog. Der Unterbruch schien den Gastgebern gut zu tun. Als wieder gespielt wurde fackelten die Wetziker nicht lange und gingen mit mit einem Doppelschlag 2:0 in Führung. Buchmüller traf nach einer sehenswerten Kombination mit Rüedi und Rykart, eine Minute später stocherte Vesely die Scheibe irgendwie über die Linie (15.).
In der Folge steigerten die Wetziker kurzzeitig ihr Tempo und drückten in Überzahl durch Vesely, Wollgast und Pons auf den dritten Treffer (21.). Die Gäste reagierten und brachten ebenfalls mehr Tempo ins Spiel, in der 23. Minute gelang Portmann der Anschlusstreffer, die Wetziker Defensivleute sahen dabei nicht gut aus.
