Wetziker Trauerspiel: sieben Gegentore gegen Pikes
Der EHC Wetzikon zeigte gegen die Pikes Oberthurgau eine läuferisch sowie technisch schwache Leistung und verloren verdient 2:7. Bewundernswert auf Wetziker Seite waren die Fans, die sich dieses Trauerspiel bis zum Schluss anschauten.
Die Gäste gaben von Beginn weg das Tempo an und umspielten das Heimteam mit präzisen Pässen und gekonnten Spielzügen und drängten den EHCW in die Defensive zurück. Nachdem die Oberländer im Powerplay zu einigen Chancen kamen, reagierten die Thurgauer und starteten eine Druckphase, die ins erste Tor mündete: Schläppi erwischte Scherrer zum 0:1. Ein Weckruf war das für Wetzikon nicht – im Gegenteil: Der EHCW brachte kaum Tempo ins Spiel und agierte zu fehlerhaft. Es spielten eigentlich nur noch die Gäste, die in der 17. Minute durch den im Slot vergessenen Brändli ihre Führung ausbauten.
Nur kurz gesteigert
Zu Beginn des zweiten Drittels blühten die Oberländer im Powerplay etwas auf. Butty setzte hartnäckig nach und brachte sein Team mit dem 1:2 scheinbar ins Spiel zurück. Ein weiteres Powerplay liessen die Wetziker dann aber ungenutzt verstreichen. Dann liessen die Gastgeber wieder nach, worauf die Pikes nicht lange fackelten: In der 34. Minute verwertete Beer einen Abpraller zum 1:3, knapp zwei Minuten später traf Dario Gartmann aus der Drehung zum vorentscheidenden 1:4 – wobei EHCW-Goalie Scherrer nicht gut aussah. Und kurz vor Drittelende setzte Sandro Gartmann mit einem harten Slapshot in Überzahl zum 1:5 nach.
Die Oberländer fanden auch im Schlussabschnitt ihr Tempo nicht, spielten ohne Körpereinsatz und blieben schlicht chancenlos. Die Thurgauer dominierten die Partie in jeglicher Hinsicht. Im Powerplay erhöhte Brändli in der 50. Minute nach einem sehenswerten Spielzug auf 1:6. Strasser gelang mit einem Slapshot von der blauen Linie das 1:7. Kurz vor Schluss brachten die Oberländer doch noch ein Tor zustande – Buchmüller war für den Schlusspunkt hinter das Trauerspiel zuständig. (Pascal Andenmatten)

