Souverän und ungefährdet: Wetzikon steht im Playoff-Viertelfinal
Auch das Play-In-Rückspiel gegen Bülach gewinnt der EHC Wetzikon deutlich. Nun wartet ein grosses Kaliber auf die Wetziker.
Der EHC Wetzikon steht im Playoff-Viertelfinal in der MHL. Im Play-In gewinnt er auch das Rückspiel in Bülach 5:0 und setzt sich mit dem Gesamtskore von 9:0 gegen die Unterländer durch.
Der 4:0-Vorsprung aus dem Hinspiel verleitete den EHCW nicht zur Nachlässigkeit. Vielleicht war ihnen das Beispiel des SC Langenthal eine Lehre, der in der ersten Play-In-Runde auf die Bülacher getroffen war, sein Hinspiel ebenfalls 4:0 gewonnen hatte, am Schluss aber sogar vor heimischem Publikum noch ins Zittern kam. Beinahe gelang den Bülachern da das Comeback, sie führten schnell einmal 2:0, lagen zwischenzeitlich 5:2 in Front, kassierten dann aber ohne Torhüter in der 60. Minute noch zwei Shorthander.
Spannung liess der EHCW nicht zu
Von solcherlei Spannung war am Dienstagabend aber keine Spur – und das lag am EHCW, der keine Anstalten machte, die Bülacher zu unterschätzen. Die Wetziker gerieten nie in Gefahr, die Kontrolle über dieses Duell zu verlieren – auch wenn sie sich punkto Effizienz zwei Drittel lang eher von der minimalistischen Seite zeigten.
Als Topskorer Nico Vieli in der 17. Minute per Buebetrickli den Führungstreffer erzielte, war dieser längst überfällig. Yannic Noll erhöhte in der 23. Minute nach einem Querpass mutterseelenallein vor dem Bülacher Tor – es war eine symptomatische Szene für diese Partie, in der der EHCW oft gehörig viel Zeit und Raum zur Entfaltung vorfand.
Mehr Kehraus statt Playoff-Intensität
Die Gastgeber hingegen erweckten nie den Anschein, das Ruder noch herumreissen zu können. Die Partie nahm schon im zweiten Drittel phasenweise merkwürdigen Kehraus-Charakter an – wer gehofft hatte, der EHCW könne sich noch etwas in Playoff-Intensität üben, sah sich bitter getäuscht.
Immerhin: Allzu viel Energie dürften die Wetziker in Bülach nicht verbraucht haben, zu einfach kamen sie zu diesem Sieg, an dem spätestens nach dem Doppelschlag von Simon Brander und Tobias Knörr zu Beginn des Schlussabschnitts zum 4:0 niemand mehr zweifelte. Dass die Wetziker danach gleich drei Bülacher Strafen innert kurzer Zeit ungenutzt verstreichen liessen, bleibt eine Randnotiz.
Den Schlusspunkt setzte Ilja Lüthi nach einem Konter zwei Minuten vor Schluss. Und EHCW-Torhüter Jakub Wieczorek feierte seinen zweiten Shutout in Serie. Übermässig gefordert wurde er dabei nicht – das dürfte sich ab Samstag im Duell mit Qualifikationssieger Seewen ändern.