Politik

Im vierstelligen Bereich

So viel bezahlt Uster für die Energiestadt-Label-Zertifizierung

Zwei SVP-Parlamentarier wollten wissen, ob sich das Energiestadt-Label finanziell für die Stadt lohnt. Ja, sagt der Stadtrat klar.

Die Stadt Uster bezahlt für die Rezertifizierung als Energiestadt und für einen Mitgliederbeitrag; andere Kosten fallen im Rahmen des Labels nicht an. (Symbolfoto)

Foto: Noah Salvetti

So viel bezahlt Uster für die Energiestadt-Label-Zertifizierung

Im vierstelligen Bereich

Zwei SVP-Parlamentarier wollten wissen, ob sich das Energiestadt-Label finanziell für die Stadt Uster lohnt. Ja, sagt der Stadtrat klar.

Engagiert sich eine Stadt oder eine Gemeinde stark in Sachen Nachhaltigkeit und kann das nachweisen, darf sie sich um das Label Energiestadt bewerben. Wie eine kürzlich durchgeführte Recherche zeigte, ist dieses aber längst nicht überall in der Region gleich beliebt. Die Gemeinde Zell zum Beispiel hat vor etwa einem halben Jahr beschlossen, die Zertifizierung abzugeben.

Grund sind unter anderem Kosten, die für die Zertifizierung anfallen. Das hat die Ustermer Gemeinderäte Andres Ott und Markus Zoller (beide SVP) zu einer Anfrage beim Stadtrat veranlasst, was denn das Energiestadt-Gold-Label die Stadt Uster kostet.

Die Antwort zeigt nun: eigentlich gar nicht so viel. Denn in der Gemeindeordnung ist verankert, dass die Stadt das Netto-null-Ziel bis 2050 zu erreichen hat. Um das zu schaffen, hat die Stadt bereits 2021 einen Massnahmenplan Klima erlassen und diesen Ende 2025 aktualisiert. «Die Stadt Uster führt deshalb auch kein separates Aktivitätenprogramm mehr für den Erhalt des Energiestadt-Labels», heisst es in der Antwort weiter.

Die Gebühr für die Rezertifizierung beläuft sich auf 1000 Franken alle vier Jahre, der jährliche Mitgliederbeitrag im Trägerverein Energiestadt beträgt 5000 Franken. Weitere Kosten zur Erhaltung des Labels fallen keine an, denn: «Der personelle und finanzielle Aufwand, der für die Vorbereitung und Durchführung der Massnahmen betrieben wird, wäre auch ohne Label nötig, um die gesetzlichen Vorgaben bis 2050 erfüllen zu können.»

Die Kosten für die einzelnen Massnahmen des Klimaplans sind in den entsprechenden Massnahmenblättern aufgeführt.

So profitiert die Stadt

Die beiden Ratsmitglieder wollten auch wissen, ob die Stadt durch das Label Erträge verbuchen kann. Der Stadtrat weist darauf hin, dass man als Mitglied des Trägervereins von finanzieller Unterstützung für innovative Projekte profitiert und Angebote zur Teilnahme an Unterstützungsprogrammen des Bundesamts für Energie sowie für den Prozess der Energiestadt-Zertifizierung erhält.

Im Jahr 2024 habe die Stadt beispielsweise rund 6900 Franken für die Durchführung von Informationsveranstaltungen zu den Themen Energie und Gebäude im Rahmen der Nachhaltigkeitstage erhalten.

Abschliessend weist der Stadtrat darauf hin, dass sich der Aufwand für das Energiestadt-Label im Verhältnis zum erhaltenen Ertrag «klar lohnt».

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