So sieht es auf der Baustelle des neuen Sportzentrums aus
Im Sommer eröffnet das neue fünfstöckige Sportzentrum Zürich auf der Dürrbach-Anlage zwischen Dübendorf und Wangen-Brüttisellen. Ein exklusiver Blick in die Baustelle zeigt die Ausmasse und den Fortschritt des Grossprojekts.
Über fünf Ebenen und auf einer Nutzfläche von 23’000 Quadratmetern verteilen sich 13 Sporthallen, acht Tennis- und Padelplätze, ein Trampolinpark, 44 Lagerbetten sowie Ballett-, Fitness- und Büroräume. Auf dem Gelände der Sportanlage Dürrbach entsteht seit dem Sommer 2024 ein Sportzentrum mit grossen Ausmassen. 30 Sportarten sollen in dem 25 Meter hohen Gebäude Platz finden.

Der Rohbau ist errichtet, aktuell wird der Innenausbau fertiggestellt. Der Betrieb soll bereits Mitte August aufgenommen werden. «Die offizielle Feier ist aber erst für den Frühling 2027 geplant», erklärt Gérard Jenni, Verwaltungsratspräsident des Sportzentrums Zürich. «Bis dann ist die Anlage eigentlich eine Baustelle – es müssen noch die 80 Aussenparkplätze und die Outdoortennisplätze gebaut werden.» Denn erst wenn das Zentrum in Betrieb genommen wurde, können die Projektverantwortlichen die alte Mehrzweckhalle daneben abreissen lassen, um Platz zu schaffen.
Verschachtelter Bau
Der Innenausbau befindet sich in verschiedenen Fortschrittsstadien. In einem Stock wird der Boden gegossen, im anderen wurde bereits der Basketballkorb montiert. «Weil die Etagen ineinander verschachtelt sind, kann nicht wie bei einer normalen Baustelle vom unteren Stock nach oben gearbeitet werden», erklärt Jenni. Mit Schachtelung meint er, dass zum Beispiel eine grosse Halle durch ihre Deckenhöhe in den oberen Stock reicht.
Im Erdgeschoss befinden sich zwei Kunstturnhallen samt Schnitzelgruben sowie die Rezeption, ein Sportladen und eine Cafeteria. Die Universitätsklinik Balgrist wird einen Teil mit zwei Ärzten und vier Physiotherapieplätzen belegen.
«Die Kunstturnhallen sind eines unserer zentralsten Angebote», sagt Jenni. Die Schnitzelgrube ist aber noch leer. Gefüllt sind die Hallen dafür mit fleissigen Bauarbeitern, Baumaterial, Werkzeugen, Leitern und Hebebühnen.
Auch wenn es noch sehr nach Baustelle aussieht, werden sich zumindest die Wände und die Decken nicht mehr verändern. «Das Gebäude ist ein Zweckbau», erklärt Jenni. Die Kalksandstein- und Betonwände werden nicht verputzt, die Trassees für die elektrischen Installationen und die Abluftschächte an der Decke werden nicht verdeckt. «Das spart Geld und ist einfacher zum Nachrüsten.»
Die Kosten für den Bau, die beim Baustart auf rund 50 Millionen Franken beziffert wurden, stiegen in den letzten vier Jahren auf rund 65 Millionen. Das liegt laut Jenni hauptsächlich an der Teuerung in der Baubranche von 20 Prozent.
Ganz viele Hallen
Wer vom Erdgeschoss über eine breite Treppe in den ersten Stock geht, findet sich in einem grossen Foyer wieder, von welchem zwei Mehrfachturnhallen erreichbar sind. «Diese werden bei Abschluss in sechs vollwertige Turnhallen aufgeteilt werden können», erklärt Jenni. Die Abtrennungen sind zwar noch nicht installiert, dafür hängen bereits hölzerne Klettergerüste an den Wänden und Turnringe an der Decke.
Diese Turnhallen reichen bis in den zweiten Stock, von wo die zwei Tribünen betreten werden können. 700 beziehungsweise 300 Sitzplätze stehen hier dereinst zur Verfügung. «Die grössere Tribüne wird ausziehbar sein, um mehr Personen Platz bieten zu können», erklärt Jenni. Damit aber nicht genug: In diesem Stock findet sich noch eine weitere multifunktionale Sporthalle, drei Gymnastik- und Ballettsäle sowie ein Fitnessraum. Für Sportlager werden zudem bis zu 44 Personen untergebracht werden können. Jenni sagt: «Die Gruppen können sich dort dank eigenen Aufenthalts- und Waschräumen sowie Sanitäranlagen selbst versorgen.»
Im dritten Stock werden der Zürcher Turnverband und der Regionalverband Zürich Tennis, die beiden Initianten des Projekts, ihre Geschäftsstelle einrichten. In den restlichen Büros und Sitzungszimmern, die noch leer und kahl aussehen, sollen Trainer sowie die Kunst- und Sportschule Zürcher Oberland Platz finden.
Trampoline neben Padelplätzen
Einen Stock darüber werden Flächen für weitere Sportarten vorbereitet. In zwei grossen Hallen entstehen je vier Tennis- und Padelplätze. Links und rechts von den Padelplätzen stehen bereits zwei kleinere Hallen für rhythmische Gymnastik sowie für Trampolin- und Akrobatikturnen. Dass diese Sportarten dort bald ausgeführt werden, ist noch nicht sichtbar. Erkennbar sind aber schon die Aussparungen für die Tribünen mit 300 (Tennis) und 200 (Padel) Zuschauerplätzen.
Die Tribünen sind vom fünften Stock aus erreichbar. Dort befindet sich auch eine weitere Rezeption. Der sechste Stock wird ausschliesslich für die Technik vorbehalten sein und ist nicht für Gäste gedacht.