Seestrasse in Uster erhält Flüsterbelag und Tempo 30
Bauarbeiten geplant
Ab diesem Sommer wird die Ustermer Seestrasse zur Baustelle. Neben der Sanierung sind auch breitere Velostreifen und eine Temporeduktion vorgesehen.
Erst seit letztem Sommer ist die Seestrasse in Niederuster wieder durchgehend befahrbar. Damals schwebte die neue Aabachbrücke an ihre Position. Die kritische Lücke wegen der zuvor maroden Brücke war damit geschlossen. Doch die Ruhe währt nur kurz. Denn nun kündigt der Kanton bereits die nächsten grossen Bauarbeiten an.
Ab diesem Sommer soll die Seestrasse auf dem rund 1,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Kreuzung Wannenstrasse und dem Doppelkreisel saniert werden. Der Regierungsrat hat dafür einen Kredit über gut 9 Millionen Franken bewilligt. Die Stadt Uster beteiligt sich mit rund 240’000 Franken an den Kosten.
Die Sanierung sei nötig, weil die Strasse auf der gesamten Länge Risse und Spurrinnen aufweise, teilt die zuständige Baudirektion mit. Der Strassenbelag wird darum ersetzt und auf rund 650 Metern im bebauten Bereich gleich ein Flüsterbelag eingebaut. Als weitere Lärmschutzmassnahme gilt ungefähr ab der Höhe Seeweg bis zum Doppelkreisel nach den Bauarbeiten zudem Tempo 30.
Breite Velostreifen – aber nur teilweise
Die geplanten Baumassnahmen sollen auch zur Verkehrssicherheit für Fussgänger und Velofahrer beitragen, wie der Kanton schreibt. Zwar sei die Strasse bei Velofahrern eine beliebte Route, sie bilde derzeit aber eine Schwachstelle im Velonetz.
Künftig erhalten die Velofahrenden auf beiden Strassenseiten einen 1,5 Meter breiten Velostreifen. Eine Ausnahme bildet der Abschnitt Seeweg–Doppelkreisel. Hier plant der Kanton eine Schmalfahrbahn (zirka 6,20 bis 6,50 Meter Breite). Autos und Velos müssen sich im neuen Tempo-30-Abschnitt die Strasse darum teilen. Dafür erhalten die Fussgänger hier ein beidseitiges Trottoir.
Veränderungen sind auch um die Bushaltestelle Turicum vorgesehen. In diesem Bereich soll ein neuer Fussgängerstreifen mit Mittelinsel entstehen. Die öffentlichen Parkplätze ganz in der Nähe werden hindernisfrei ausgebaut und mit Rasenstreifen sowie zusätzlichen Bäumen umgestaltet.
Ein weiterer Fussgängerstreifen ist auf halbem Weg zwischen der Kurve Alte Riedikerstrasse und dem Doppelkreisel geplant. Der bestehende Fussgängerstreifen beim Strandweg wird neu in Richtung Chileweg verlegt.
Noch kein Verkehrskonzept
Das Projekt lag bereits Ende 2023 öffentlich auf. Damals gingen acht Einsprachen ein. Man habe inzwischen in allen Fällen eine Einigung gefunden, heisst es in der Mitteilung.
Das kantonale Tiefbauamt rechnet damit, dass die Bauarbeiten an der Seestrasse rund zwei Jahre dauern werden. Ein Verkehrskonzept für die Zeit der Arbeiten liegt noch nicht vor. Es wird derzeit ausgearbeitet.