Schweiz ist Paradies für die berufliche Weiterbildung
Das Schweizer Bildungssystem gilt weltweit als vorbildlich und wird von vielen Ländern kopiert. Die Gründe liegen bei einer hohen Qualität der Schweizer Schulen, der hohen Akzeptanz der beruflichen Grundbildung beziehungsweise der Berufslehre sowie der Durchlässigkeit bei der Weiterbildung. Durchlässigkeit bedeutet, dass bildungsinteressierte Personen je nach Vorbildung die Chance haben, einen gewünschten Abschluss zu erreichen, nach dem Motto «Kein Abschluss ohne Anschluss».
So kann sich beispielsweise ein Absolvent einer kaufmännischen Berufslehre in verschiedene Richtungen wie Marketing, Verkauf, Rechnungswesen, Human Resources etc. weiterentwickeln und einen eidgenössisch anerkannten Abschluss erlangen. Die vielen Vorteile des Schweizer Bildungssystems haben allerdings einen Nachteil, denn durch die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten steigt die Komplexität und führt zu einer schlechteren Übersichtlichkeit.
Was gehört zur beruflichen Weiterbildung?
Die berufliche Weiterbildung dient zum Erweitern und Vertiefen der bereits vorhandenen beruflichen Bildung und wird in Form von Kursen und Lehrgängen angeboten. Kurse sind kürzere Bildungsformate und haben eine Dauer von einem bis zu mehreren Tagen. Lehrgänge dauern mehrere Monate oder Jahre. Im folgenden Schema werden die verschiedenen Weiterbildungsbereiche blau dargestellt:
Welches ist die richtige Weiterbildung?
Um diese Frage zu beantworten, sollte zwischen den kurzen und längeren Weiterbildungen unterschieden werden. Bei den kurzen Kursen wie zum Beispiel im Zusammenhang mit einer punktuellen Wissensvermittlung oder dem Vertiefen von wenigen Fähigkeiten fällt der Entscheid für eine Weiterbildung nicht sehr schwer, weil sich der zeitliche und finanzielle Aufwand in Grenzen hält. Anders sieht das bei Lehrgängen aus, die mehrere Monate oder sogar Jahre dauern und schnell mehrere tausend Franken kosten. Bei solchen Bildungsformaten dauert der Entscheidungsprozess in der Regel länger als bei kurzen Kursen. Für die Wahl von längeren Weiterbildungen hat sich der folgende Ablauf bewährt:
Lehrgänge mit nationaler Anerkennung in der Schweiz:
- Eidg. Fachausausweis (Berufsprüfung)
- Eidg. Diplom (Höhere Fachprüfung)
- Eidg. Diplom (Höhere Fachschulen)
Weiterbildungslehrgänge von Hochschulen in der Schweiz mit einer internationalen Vergleichbarkeit und Anerkennung über das ECTS-Punktesystem:
- CAS: Certificate of Advanced Studies (Dauer ca. 6 Monate)
- DAS: Diploma of Advanced Studies (Dauer ca. 1 Jahr)
- MAS: Master of Advanced Studies (Dauer ca. 1.5 Jahre)
- MBA: Master of Business Administration (Dauer ca. 1.5 Jahre)
- EMBA: Executive Master of Business Administration (Dauer ca. 2 Jahre)
Fazit: Bei sehr kurzen Bildungsformaten wie beispielsweise zur punktuellen Vertiefung von Fachwissen ist der Entscheidungsprozess viel kürzer als bei längeren Bildungsangeboten. Bei längeren Weiterbildungen lohnt es sich, den oben im Schema dargestellten Prozess zu verwenden.
Weitere Informationen:
Ausbildung-Weiterbildung.ch
Karriere.ch