Ringo entdeckt die Vogelwelt am Greifensee
Fliegen, das war schon immer der Traum des ZVV-Pinguins Ringo. Doch abheben in die Luft können Pinguine nun mal nicht. Gemeinsam mit dem Huhn Henrietta und der Möwe Belinda hat er deshalb eine ebenso schöne Alternative gefunden: Sie unternehmen immer wieder Ausflüge – und reisen dabei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Diesmal wollen ihm seine beiden Begleiterinnen die vielfältige Vogelwelt am Greifensee zeigen.
Dieses Abenteuer machte auch Annette Saloma aus Uster und ihre zwei Kinder Milla (11) und Pele (8) neugierig. Zusammen mit Millas Schulkollegin Ladina (11) machten sie sich an einem sonnigen Mittwochnachmittag auf die Spuren von Ringo. Startpunkt: der Bahnhof Uster.
Aber halt! Bevor es losgehen kann, gilt es schon, einen Buchstaben zu finden, der irgendwo an der Haltestelle versteckt ist. Weitere werden noch dazukommen. An fünf Orten sind unterwegs Buchstaben versteckt. Diese sind auf der Karte in der Ringo-Broschüre markiert, die gratis im ZVV-Kundencenter erhältlich ist. Findet man sie alle, ergibt sich am Schluss ein Lösungswort. Und wer dieses hat, kann damit am SBB-Schalter eine kleine Ringo-Figur abholen.
Mit dem Schiff über den See
Ziemlich schnell entdecken die Kids den Buchstaben. So schnell, dass noch genügend Zeit bleibt, um nochmals das Reiselied von Andrew Bond anzuhören, das der Musiker für die Ringo-Reise geschrieben hat. «Flüüg zu de Ente, Taucher und Schwän – flüüg zu de Störch und zu de Kormorän», singt es aus dem Handy von Mama Annette.
Mit dem Bus geht die Fahrt danach zum Schiffsteg in Niederuster. Unterwegs liest Mama Annette aus der Broschüre vor, wie sich auch Ringo und seine beiden Begleiterinnen auf den Weg zu den Vögeln machten.
Vögel sind beim Schiffsteg an diesem Tag allerdings noch kaum zu sehen. Immerhin gut für die Fischer, die am Ufer geduldig warten, denn so macht ihnen niemand den Fang streitig. Und bald fährt auch schon ein Schiff vor, die «David Herrliberger». Die kleine Reisegruppe macht es sich gleich ganz vorne am Bug bequem, um die Überfahrt nach Maur im Sonnenschein zu geniessen.
Aber Moment mal: Sind das nicht Motorengeräusche? Eigentlich wurde Ringo doch eine Fahrt auf einem ganz besonders leisen Schiff versprochen, das die Vögel nicht stören soll. «Heimat» heisst es, ist fast 90 Jahre alt und wurde eben erst komplett elektrifiziert. Mama Annette möchte da doch etwas genauer Bescheid wissen. Vom Kapitän erfährt sie, dass die «Heimat» gerade ihren letzten Schliff erhält. «Sie liegt noch dort drüben», sagt er und zeigt auf ein Häuschen am Wasser gleich neben dem Steg. Ab Mitte Mai können aber alle Passagiere auf Ringos Spuren ganz sanft und umweltfreundlich über das Wasser gleiten.
Vögel am Himmel und Grillplätze am See
Vom Schiffsteg in Maur führt ein breiter Kiesweg den See entlang in Richtung der Naturstation Silberweide. Unterwegs gibt es immer wieder Gelegenheiten, am See eine kleine Pause einzulegen, Vögel zu beobachten oder ein kleines Picknick abzuhalten. Vor allem Pele gefallen die vielen Rastmöglichkeiten. Bei einem besonders gut ausgebauten und schönen Grillplatz direkt bei einem kleinen Holzsteg gerät Mama Annette geradezu ins Schwärmen: «Voll cool da!», sagt sie und läuft mit den Kids zum Steg, der aufs Wasser hinausführt.
Ausfliegen mit Ringo im Kanton Zürich
Ringo fliegt nicht nur aus an den Greifensee. Auch auf einen Ausflug in die Stadt Zürich, zum Planetenweg auf dem Uetliberg oder ins Küsnachter Tobel kann man den jungen Pinguin begleiten. Unterwegs ist man dabei immer auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Ausflüge sind für Familien mit Kindern gedacht und dauern jeweils einen halben Tag.
Zu jedem Ausflug gibt es eine kostenlose Broschüre mit einer illustrierten Geschichte. Diese ist in den ZVV-Kundencentern, am Bahnhof Uster oder unter zvv.ch/ringo erhältlich.
Unterwegs gilt es, die richtigen Buchstaben für das Lösungswort zu finden, damit am Schluss ein Geschenk abgeholt werden kann.
Doch wo sind denn nun all diese Vögel, die Huhn Henrietta in der Geschichte Ringo zeigt? Einige Enten und Taucherli lassen sich am Ufer blicken, ansonsten liegt der Greifensee ziemlich ruhig in der Frühlingssonne da. Dann plötzlich ein lautes Krächzen: Drei Rotmilane kreisen über einem Bauernhaus auf der anderen Seite des Wegs. Immer wieder schiessen sie in die Tiefe und scheinen etwas jagen zu wollen. Fasziniert bleiben Milla und Ladina stehen und beobachten das Schauspiel.
Je näher die Naturstation Silberweide kommt, desto häufiger zeigt sich die Vogelvielfalt im Naturschutzgebiet am Greifensee. Durch die flachen und sumpfigen Riedwiesen am oberen Ende des Sees stolzieren einige Störche. Ein Anblick, der auch Ringo gefallen dürfte. Denn auch sie tragen ein schwarz-weisses Federkleid, genau wie er.
Kurz vor der Naturstation bietet sich dann die Gelegenheit, auf einem Aussichtsturm nach weiteren Bewohnern des Ufergebiets Ausschau zu halten. Doch die Kormorane und Graureiher, die es hier sonst oft zu sehen gibt, wollen sich heute nicht zeigen. Ob sie die grossen Objektive der Hobbyfotografen abschrecken?
Spielspass in der Naturstation
Egal, die Kids zieht es jetzt sowieso zur Silberweide. Und auch dort gibt es einen Ausguck, von dem aus Vögel beobachtet werden können. Elegant gleitet gerade ein Schwan übers Wasser. Daneben bietet die Naturstation aber auch einen Spielplatz, einen Barfussweg und weitere Möglichkeiten, die Vielfalt der Natur zu entdecken. «Als ich mit der Schule hier war, habe ich sogar einen Biber gesehen», erzählt Milla stolz. Diesmal entdeckt sie immerhin einen kleinen Frosch, der sich im schlammigen Wasser zu verstecken versucht.
Geschafft, aber zufrieden steigen die vier Ausflügler schliesslich in den Bus nach Uster. Die Kinder haben sich ausgetobt, das Lösungswort ist gefunden, und am SBB-Schalter wartet schon die Ringo-Figur. «Super war es», sagt Milla und strahlt. Und auch Annette stimmt zu: «Ich finde vor allem gut, dass man auch grillieren kann.» So könne man problemlos einen ganzen Nachmittag hier verbringen. Denn auf den Spuren von Ringo im Vogel- und Naturparadies am Greifensee wird es nie langweilig.
