Wahlen

FDP und SVP wollen den Sitz der Grünliberalen im Dübendorfer Stadtrat

Am 12. April kommt es in Dübendorf zur Kampfwahl. Der langjährige Stadtrat Martin Bäumle (GLP) tritt nicht mehr an. Parteikollegin Stefanie Huber möchte seinen Sitz, doch auch die Konkurrenz meldet ihren Anspruch an.

FDP und SVP wollen den Sitz der Grünliberalen im Dübendorfer Stadtrat

Am 12. April kommt es in Dübendorf zur Kampfwahl. Der langjährige Stadtrat Martin Bäumle (GLP) tritt nicht mehr an. Parteikollegin Stefanie Huber möchte seinen Sitz, doch auch die Konkurrenz meldet ihren Anspruch an.

Es ist Wahlkampf. Unübersehbar. Plakate mit lächelnden Menschen säumen die Strassen, die Leserbriefspalten im «Glattaler» quellen über, und wer in der Rushhour am Bahnhof oder am Samstag im Stadtzentrum unterwegs ist, wird mit Flyern oder kleinen Give-aways beglückt.

Sieben Sitze hat der Dübendorfer Stadtrat, wobei das Ressort Bildung an die Präsidentin oder den Präsidenten der Primarschulpflege geht (siehe Box). Für die sechs direkt wählbaren Sitze kandidieren die Bisherigen Ivo Hasler (SP), Adrian Ineichen (FDP), André Ingold (SVP) – der als Stadtpräsident diesmal keine Konkurrenz hat –, Dominic Müller (Die Mitte) und Hanspeter Schmid (Die Mitte).

Gallati, Huber oder Lips

Martin Bäumle (GLP) tritt nach 28 Jahren als Stadtrat nicht mehr an. Da in der aktuellen Legislatur keiner der bisherigen Stadträte in einen Skandal verwickelt war, dürfte es am 12. April also um diesen einen Sitz gehen – für den sich drei Personen bewerben.

Da ist einmal Roger Gallati. Der FDP-Mann wurde 2022 in den Gemeinderat gewählt, den er in der Legislatur 2024/2025 präsidierte. Wieder in die Dübendorfer Politik zurück möchte Stefanie Huber (GLP). Sie wurde 2006 ins Parlament Dübendorf gewählt und trat vor drei Jahren zurück, um sich auf ihre Arbeit im Kantonsrat zu konzentrieren.

Die dritte Herausforderin ist Tanja Lips (SVP), die den Sitz zurückerobern möchte, den ihre Partei vor vier Jahren an die SP verlor, die damit eine 24 Jahre dauernde Durststrecke ohne Stadtratsmandat beendete. Lips rückte 2019 in den Gemeinderat nach; 2022 wurde sie nicht wiedergewählt.

Kampfwahlen hier, Ausgeglichenheit dort

Zur Kampfwahl kommt es auch in die Sekundarschulpflege Dübendorf-Schwerzenbach. Mit Alexandra Bänninger (GLP), Michael Diefenbach (parteilos), Reto Heeb (Die Mitte), Patric Iten (FDP), Priska Sonderegger (SVP), Benedikt Stockmann (Die Mitte) und Andreas Sturzenegger (FDP) treten alle Bisherigen wieder an, Sturzenegger auch als Präsident ohne Konkurrenz.

Einen neuerlichen Versuch startet Remo Streich (SP), der im vergangenen September bei der Ersatzwahl in die Sekundarschulpflege gegen Mitbewerber Michael Diefenbach verlor.

Alles klar in der Primarschule

2022 kam es in der Primarschulpflege zu einem grossen Wechsel, von den neun Mitgliedern traten lediglich vier nochmals an. Diesmal wollen es acht Bisherige nochmals wissen: Yves Alter (GLP), Martin Eichenberger (parteilos), Nicolas Facincani (FDP), Susanne Hänni (GLP), Olivia Kenel-Paredi (Die Mitte), Pascal Scattolin (SP), Marco Stühlinger (FDP) und Brigitta Würsch-Fenner (Die Mitte). Nina Vöhringer (Grüne) tritt nicht mehr an, für ihren Sitz bewirbt sich einzig Cornelia Schwarz-Nigg (SVP), womit die künftige Besetzung der Dübendorfer Primarschulpflege also bereits jetzt feststeht – sofern sich nicht noch ein aussichtsreicher Sprengkandidat meldet.

Primarschulpräsidentin Susanne Hänni hat auch dieses Jahr keine Konkurrenz. Von Amtes wegen steht sie dem Ressort Bildung vor – und ist damit faktisch als Stadträtin gewählt.

Kampfwahl bei den Reformierten

Für die sieben Sitze der Reformierten Kirchenpflege Dübendorf-Schwerzenbach kandidieren zehn Personen, davon vier Bisherige: Hans Hausammann (parteilos), Gabriele Hüppi (parteilos), Albert Weder (SVP) und Agnes Zenerino Stempfl (EVP). Neu ins Team wollen Danaë Dupuis (parteilos), Dominique Facincani (FDP), Rahel Lang-Gubler (parteilos), Claudia Schafflützel (parteilos), Lukas Staub (parteilos) und Anthea Tyndall (parteilos). Der langjährige Präsident Werner Benz (SVP) tritt nicht mehr an, für sein Amt stellt sich Lukas Staub zur Verfügung.

Bei den Katholiken passts

Bei der Katholischen Kirchenpflege entspricht die Anzahl der Kandidierenden den Sitzen. Es kandidieren: Caroline Albrecht (Die Mitte, bisher), Verena Bristot (parteilos, bisher), Gregor Freund (parteilos, bisher, wieder als Präsident), Antonio Spitale (parteilos, bisher), Lisa Stiefel (parteilos, bisher), Benjamin Volkmer (parteilos, bisher) und Linda Werner (Die Mitte, neu).

Für die RPK der Katholischen Kirchgemeinde kandidieren Jana Moser (parteilos, bisher), Ivar Schmutz (GLP, neu), Reto von Atzigen (parteilos, bisher, wieder als Präsident), Daniela Wagner (parteilos, neu) und Arthur Wiederkehr (parteilos, bisher).

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