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Nach Wahlen in Wangen-Brüttisellen

Politisches und privates Freudenwochenende für die neue Gemeindepräsidentin

Ruth Dettwiler hat sich im Rennen ums Gemeindepräsidium in Wangen-Brüttisellen durchgesetzt und feierte das mit einer Zigarre. Derweil zeigt sich Konkurrent Martin Kull als fairer Verlierer, bemängelt aber die fehlende Debattierkultur im Vorfeld.

Die neue Gemeindepräsidentin von Wangen-Brüttisellen heisst Ruth Dettwiler.

Foto: PD

Politisches und privates Freudenwochenende für die neue Gemeindepräsidentin

Ruth Dettwiler hat sich im Rennen ums Gemeindepräsidium in Wangen-Brüttisellen durchgesetzt und feierte das mit einer Zigarre. Derweil zeigt sich Konkurrent Martin Kull als fairer Verlierer, bemängelt aber die fehlende Debattierkultur im Vorfeld.

Das Gemeindepräsidium von Wangen-Brüttisellen bleibt in Frauenhand. Ab der neuen Legislatur wird Marlis Dürst (Forum) den Stab an Ruth Dettwiler (FDP) weitergeben. Die 58-Jährige hat sich bei den Behördenwahlen am Sonntag deutlich gegen ihren Kontrahenten Martin Kull (Forum) mit 746 zu 498 Stimmen durchgesetzt. 54 Prozent der Stimmen gingen somit an die FDP-Politikerin, 36 Prozent an Kull, der Rest an Vereinzelte. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 39 Prozent.

Dettwilers Freude über das neue Amt ist gross. Am Wahlsonntag war sie am Apéro im Gsellhof, um den Erfolg zu feiern. Nach den Gründen des Wahlsiegs gefragt, antwortet Dettwiler am Telefon: «Ich glaub, es lag an meiner Bürgernähe. Ich nehme an vielen Veranstaltungen teil und gehe offen auf die Leute zu.» Sie sei zudem über die Parteigrenzen hinaus wählbar.

Ruth Dettwiler sagte jüngst in einem Artikel in dieser Zeitung, dass sie in einer gemütlichen Runde gerne genussvoll eine Zigarre pafft. An diesem Wochenende gönnte sie sich gar deren zwei, wie Dettwiler auf Anfrage verriet. Eine rauchte sie nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse am Sonntagabend. Die andere einen Tag zuvor zur Feier mit ihrem Partner: Die beiden sind seit 30 Jahren zusammen und zelebrierten das Jubiläum ebenfalls mit einer Zigarre.

Enttäuscht vom «braven» Duell

Sowohl Ruth Dettwiler als auch Martin Kull schafften die Wiederwahl in den Gemeinderat problemlos. Kull zeigte sich ob seiner Niederlage beim Kampf ums Präsidium gefasst: «Natürlich hätte ich das Präsidium gerne übernommen.» Aber nach dem intensiven Wahlkampf, den seine Kontrahentin geführt habe, sei das Resultat für ihn nicht wirklich überraschend gewesen.

Enttäuscht zeigt sich Kull hingegen darüber, wie «brav» seiner Meinung der Kampf ums Präsidium vonstattengegangen sei. So sei es nicht mal beim Wahlpodium im Februar zu einem direkten Debattierduell mit Ruth Dettwiler gekommen.

Von sich reden gemacht hatte der Hobbymusiker Kull im Vorfeld der Wahlen mit einem eigens komponierten Song über Wangen-Brüttisellen. Über 1600 Aufrufe hat er damit auf Youtube erreicht. «Ich habe aus der Bevölkerung ausschliesslich positive Rückmeldungen über das Video erhalten.» Das Lied sei bescheiden als Liebeserklärung an die Gemeinde verpackt gewesen. Und nach kurzem Nachdenken fügt er an: «Vielleicht fehlten darin ein wenig die politischen Statements.»

Als fairer Verlierer zeigte sich Kull an der Wahlfeier im Gsellhof. «Ich habe mit Ruth Dettwiler angestossen und ihr gratuliert.»

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