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Wahlen

Wiedmer will ein drittes Mal

Ein bewährter und ein neuer Präsident für Grüningens Zukunft

Keine Kampfwahl, keine neuen Namen: In Grüningen steuert der gesamte Gemeinderat auf eine weitere Amtszeit zu. Neue Gesichter gibt es dafür in der Schulpflege, und zwar durch und durch.

Die Gemeinde setzt in puncto Gemeinderat auf Altbewährtes. In der Schulpflege hingegen dürfte es für die kommende Amtsperiode neue Amtsträger geben.

Foto: Simon Grässle

Ein bewährter und ein neuer Präsident für Grüningens Zukunft

Keine Kampfwahl, keine neuen Namen: In Grüningen steuert der gesamte Gemeinderat auf eine weitere Amtszeit zu. Neue Gesichter gibt es dafür in der Schulpflege, und zwar durch und durch.

Aller guten Dinge sind drei, scheint das Motto des Grüninger Gemeindepräsidenten zu sein. So will sich Carlo Wiedmer (SVP), seit zwei Wahlperioden bereits Amtsträger, auch ein drittes Mal zur Wahl stellen. Konkurrenz hat er dabei keine. Genauso wenig wie die übrigen Mitglieder des Gemeinderats, die ebenfalls alle wieder zur Wahl antreten – ganz im Sinne von: Never change a winning team.

Grüningen dürfte also, sofern alle Wahlanwärterinnen und -anwärter das absolute Mehr erhalten, auch in der kommenden Legislatur in altbekannter Konstellation geführt werden.

Bekannte Exekutive, neue Herausforderungen

Dass Wiedmer auch die nächsten vier Jahre Präsident Grüningens bleiben will, überrascht nicht. So hat er doch die letzten acht Jahre einige Projekte aufgegleist und begleitet, die mitunter in den kommenden vier Jahren konkrete Gestalt annehmen dürften: Allem voran die Stedtliumfahrung respektive die Calatrava-Brücke und die damit einhergehende Beruhigung des historischen Stadtteils Grüningens.

«Das Projekt Stedtliumfahrung ist eine Herzensangelegenheit, welche ich nach wie vor mit voller Kraft vorantreiben werde», sagt Wiedmer. «Natürlich sind wir vom Kanton abhängig. Aber wenn alles nach Plan verläuft, könnten wir in der nächsten Legislatur den Spatenstich feiern.»

Carlo Wiedmer vor dem Gemeindehaus
Carlo Wiedmer will im Amt bleiben. Unter anderem, um in der nächsten Legislatur eine Lösung fürs Gemeindehaus (hinten) zu finden.

Auch wenn ihm das Präsidium noch nicht ganz sicher ist, zeigt er sich zuversichtlich. Die Gemeinde auch weiterhin mit dem bewährten Team weiterzuführen, würde ihn freuen.

«In der kommenden  Legislatur wollen wir für das sanierungsbedürftige Gemeindehaus eine tragbare Lösung finden. Auch müssen wir zur Werterhaltung in weitere Liegenschaften und Strassen investieren. Unter Berücksichtigung unserer finanziellen Möglichkeiten sind das grosse Herausforderungen.»

Neuer Präsident, neues Team

Während der Gemeinderat höchstwahrscheinlich unverändert bleiben dürfte, weht es frischen Wind in die Schulpflege. Für den aktuell still gewählten Präsidenten Arun Calore (FDP), der seit Juli 2025 das Amt innehält, wäre es die erste ganze Legislatur.

Ins Rennen geht er mit neuen Mitgliedern der Schulpflege: Monika Kunz, Tobias Rüegg, Linda Haltiner und Andrea Marty (alle parteilos).

Dass die bisherigen Mitglieder nicht erneut zur Wahl antreten und die Schulpflege damit aus einem komplett neuen Team bestehen dürfte, sei nicht der Schulpflege oder irgendwelchen Vorkommnissen geschuldet.

«Teils waren die Mitglieder schon lange im Amt und suchen nach neuen Herausforderungen, teils waren es private Gründe», sagt Calore. Er ist jedoch zuversichtlich, mit dem neuen Team die Schule in Grüningen bestens begleiten zu können.

Für eine positive Zukunft

Dabei will sich Calore nah am Geschehen orientieren: Er selbst ist seit über zehn Jahren Lehrer in Bubikon und hat drei Kinder. «Die Schulpflege ist wie ein Verwaltungsrat, und der sollte sein Fachgebiet kennen», sagt er. Umso mehr freut es ihn, dass in seinem zukünftigen Team auch Lehrpersonen vertreten sind.

Die Schule prägt die jungen Grüningerinnen und Grüninger wesentlich mit.

Arun Calore (FDP), Schulpräsident Grüningen

In seiner anstehenden Amtszeit will Calore die Schule in Grüningen aber keinesfalls auf den Kopf stellen. Vielmehr möchte er den gut laufenden Apparat weiterhin unterstützen und Ressourcen gezielt da einsetzen, wo sie gebraucht werden.

«Ich möchte etwaige Krisen im Schulsystem Grüningen aktiv vermeiden, eine offene Kommunikation pflegen und qualitative Lehrpersonen fördern», sagt er.

Er betrachtet die Schulzeit als einen der prägendsten Lebensabschnitte und möchte diesem Umstand in seiner Rolle als Schulpräsident Rechnung tragen. «Die Schule prägt die jungen Grüningerinnen und Grüninger wesentlich mit. Dahinter sollen Lehrpersonen respektive Menschen stehen, die diese Rolle ernst nehmen und eine positive Zukunft mitgestalten möchten.»

Die Kandidaten für den Gemeinderat Grüningen

Carlo Wiedmer (SVP, bisher), auch als Präsident (bisher)

Florian Fischer (parteilos, bisher)

Susanne Gutknecht (FDP, bisher)

Karin Jeber (SVP, bisher)

Andreas Spring (SVP, bisher)

Sascha-Max Steinegger (FDP, bisher)

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