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Wahlen

Das sind die Helden, die Wahlschwänzer und die Überflieger

Die Zahlen nach den Wahlen und was man daraus lesen kann.

Zahlen über Zahlen am Wahlsonntag: Wie sah es genau aus im Oberland?

Foto: Keystone

Das sind die Helden, die Wahlschwänzer und die Überflieger

Die Wahlen im Zürcher Oberland

Wo gab es in den drei Oberländer Bezirken die grössten Verschiebungen? Wo sind die Partei-Hochburgen, und wie haben die neu Gewählten in ihren Gemeinden abgeschnitten?

Die wahren Heldinnen und Helden sind die Einwohner von Wildberg. Daran gibt es nichts zu rütteln. Mit einer Wahlbeteiligung von 56,2 Prozent sind sie die Spitzenreiter im Oberland. Das war übrigens schon vor vier Jahren so, kann also kein Zufall sein. Damals allerdings waren es noch etwas mehr, nämlich 56,6 Prozent.

An der Nase nehmen müssen sich hingegen die Volketswilerinnen und Volketswiler. Die meisten schwänzten die Wahlen. 38 Prozent Beteiligung sind wahrlich kein Ruhmesblatt, auch wenn es noch grössere Sünder gab. Opfikon zum Beispiel: Beschämende 28,5 Prozent waren es da.

Immerhin elf Gemeinden in den drei Oberländer Bezirken und Schlatt schafften es, mehr als die Hälfte aller Stimmberechtigten zu mobilisieren. Das ist über dem Kantonsdurchschnitt von knapp 47 Prozent.

Fischenthal bleibt die SVP-Hochburg

Seine Position als klare SVP-Hochburg ausgebaut hat Fischenthal. Hier hat die Volkspartei kräftig zugelegt (4,53 Prozent) und beansprucht nun fast 60 Prozent aller Wählerstimmen. Alle anderen Parteien können nur einstellige Prozentzahlen vorweisen.

In Seegräben legt die SVP am meisten zu

Wenn wir bei der SVP bleiben: Seegräben hat sich tüchtig auf die Spuren von Fischenthal gemacht. Die SVP legte hier um 9,5 Prozentpunkte auf knapp 44 Prozent Wähleranteil zu. Seegräben hat dafür die SP am stärksten abgestraft (–6 Prozent) und hat nun mit 7,2 Prozent den tiefsten SP-Anteil aller Bezirke.

Uster mit dem grössten SP-Wachstum

Wie in allen Gemeinden kann die SVP auch in Uster auf die grösste Wählerbasis zählen (25 Prozent) – nur nicht so klar wie in anderen Gemeinden. Die SP allerdings legte hier als Überfliegerin sozusagen um 3,7 Prozent zu und folgt nun dicht auf mit 21 Prozent. Und obwohl die Grünen in Uster nach wie vor die drittstärkste Kraft sind, mussten sie hier einen herben Einbruch um 5,2 Prozent hinnehmen.

Es gab auch Verluste für die SVP

Die Siegerpartei der Wahlen kam aber nicht überall ungeschoren davon. In Pfäffikon zum Beispiel verlor sie sogar ein ganz klein wenig, allerdings sind ein Minus von 0,8 Prozent nun wirklich verkraftbar bei einem Wähleranteil von fast 30 Prozent.

Und was ist mit FDP und Mitte?

Wenn wir schon von Hochburgen reden: Diejenige der FDP ist unverändert Maur, auch wenn der Wähleranteil ganz leicht (0,8 Prozent) gesunken ist. Die FDP ist in Maur mit 19 Prozent die zweitstärkste Partei hinter der SVP (31 Prozent). Am meisten verloren haben die Freisinnigen, die sich ansonsten im Oberland recht gut halten konnten, in – genau, in Seegräben.

Die Mitte ist am stärksten in Rüti vertreten (14,4 Prozent) . Hier konnte die Partei um 2,7 Prozent zulegen. Gewachsen ist sie aber am stärksten in Pfäffikon mit einem stattlichen Plus von 5,1 Prozent.

Alles in allem halten sich also auch im Oberland die politischen Verschiebungen in Grenzen.

Wo holten Bürgin und Vontobel ihre Stimmen?

Die zwei frisch gebackenen Nationalräte Yvonne Bürgin (Die Mitte) und Erich Vontobel (EDU) wurden mit solidem Vorsprung gewählt. Bürgin erhielt insgesamt 35’169 Stimmen, Vontobel deren 9390. Wobei Vontobel nicht in seinem Wohnort Bubikon am meisten Stimmen erhielt (297), oder in seinem Geburtsort Rüti (284), sondern in Wetzikon (400).

Yvonne Bürgin, die Gemeindepräsidentin von Rüti, erhielt ebenda am meisten Stimmen, 1056 waren es.

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