SVP erobert Weisslinger Gemeindepräsidium
Das Rennen um die Nachfolge von Weisslingens Gemeindepräsident Andrea Conzett (WF) versprach eng zu werden. Immerhin buhlten mit Pascal Martin (SVP), der seit 2018 erster Vizepräsident ist, und dem RPK-Präsidenten Roland Bischofberger (WF) zwei Schwergewichte um den obersten Posten in der Gemeinde.
Am Schluss war das Resultat allerdings deutlich: Der Berufsoffizier Martin distanzierte mit 550 Stimmen seinen Konkurrenten Bischofberger deutlich. Der Finanzchef vereinte 351 Stimmen auf sich.
Gemeindepräsidium
| Kandidat | Partei | Wahl-Status | Stimmen |
|---|---|---|---|
| Martin Pascal (neu) | SVP | ||
| Bischofberger Roland (neu) | WF | nicht gewählt |
Gesunde Finanzen zum Ziel
Der Oberst mit Jahrgang 1966 will die Schwerpunkte seiner politischen Tätigkeit bei einer gesunden Finanzpolitik mit stabilem Steuerfuss setzen. Er will aber auch für eine Verkehrsberuhigung sorgen und den Naturschutz «vernünftig» fördern.
Wichtig ist ihm auch die Unterstützung des Gewerbes und ein guter Draht zu den Vereinen. In einigen ist er auch selbst Mitglied.
«Ich bin bereit und motiviert, die Führungsverantwortung zu übernehmen und verantwortungsvoll zu handeln», sagt Martin. Dabei sei er sich aber auch bewusst, dass «Lokalpolitik Knochenarbeit» sei. So bleibe «wenig Platz für politische Träumereien».
Linke abgeschlagen
Chancenlos blieb der Angriff der Linken auf den Weisslinger Gemeinderat. Völlig abgeschlagen mit nur 216 Stimmen landete Dario Vareni (Juso) auf dem letzten Platz. Nur etwas besser schnitt die einzige Frau im Bewerbersextett ab, Simone Seiler (SP) mit 339 Stimmen. Auch der parteilose Kadir Fazlic blieb mit 363 Stimmen unter der Hürde des absoluten Mehrs.
In der Exekutive nimmt der Bisherige Patrick Geiser (WF) wieder Einsitz. M it 720 Stimmen erzielte er das beste Resultat . Mit 717 Stimmen blieb Pascal Martin (SVP, bisher) nur leicht hinter diesem. Auf dem dritten Rang platzierte sich der Neue Roland Bischofberger (WF) mit 637 Stimmen. Der Neue Markus Moser-Wehrli (SVP) erhielt 589 und Clemens Wangler (WF, bisher) 574 Stimmen.
Die Stimmbeteiligung für die Gemeinderatswahlen betrug 40,64 Prozent.
Gemeinderat
| Kandidat | Partei | Wahl-Status | Stimmen |
|---|---|---|---|
| Geiser Patrick (bisher) | WF | ||
| SVP | WF | SVP | WF |
| Fazlic Kadir (neu) | parteilos | nicht gewählt | |
| Seiler Simone (neu) | SP | nicht gewählt | |
| Vareni Dario (neu) | Juso | nicht gewählt |
Alles wie bisher in der Schulpflege
Da Marianne Bachofner (SVP, bisher) als Schulpräsidentin unbestritten war und mit 586 Stimmen auch wiedergewählt wurde, hält die Volkspartei drei Sitze der Gemeindeexekutive. Die Schulpräsidentin belegt nämlich von Amtes wegen den sechsten Sitz im Gemeinderat.
Die Bäuerin ist seit 2005 in der Schulpflege und steht dieser seit 2014 vor. Insgesamt waren 939 gültige Stimmzettel eingelegt worden. 11 Stimmen waren ungültig, 124 leer und 218 trugen den Namen von anderen Personen.
Die neue Schulpflege setzt sich aus den gleichen Leuten zusammen wie bisher Matthias Kuhn (WF, 774 Stimmen), Tamara Götz (parteilos, 765), Nadine Schönenberger (WF, 736), Marianne Bachofner (SVP, 682) und Patrick Rufener (SVP, 677).
Ein Sitz in der RPK bleibt frei
Die Weisslinger Rechnungsprüfungskommission (RPK) wird auch nach diesem Wahlwochenende nicht komplett sein. Nur vier Personen hatten sich um einen der fünf Sitze beworben. Gewählt worden sind nämlich Robert Camenzind (Die Mitte, neu), Hans Rudolf Arter (SVP, bisher), Christoph Kirschner (SVP, neu) sowie Jessica Hawkins (WF, neu). Sie erhielten alle fast gleichviel Stimmen.
Die Nachfolge des in den Gemeinderat gewählten Roland Bischof, der bisher die RPK präsidiert, tritt Christoph Kirschner (SVP) an. Auf 581 der gültigen 934 Wahlzettel stand sein Name.
Die Bau- und Werkkommission wird mit Werner Denzler (WF, bisher), Thomas Golini (parteilos, bisher) und Jan Rothacher (SVP, neu) alimentiert. Neben diesen drei gewählten Mitgliedern umfasst die Kommission noch zwei Mitglieder des Gemeinderats.
Auch Lücke in der Kirchenpflege
Auch in der Pflege der Evangelisch-reformierten Kirche Weisslingen bleibt nach diesem Wochenende noch ein Sitz frei. Wiedergewählt worden sind die Bisherigen Cornelia Amrein, Laura Gulmini, Markus Jakob, Marina Jerger, Regula Lauber und Karin Martin-Jucker.
Eine weitere Amtsperiode als Präsidentin der Kirchenpflege anhängen wird Regula Lauber. Sie wurde auf 347 der 527 gültigen Wahlzettel aufgeführt.
