Es ist eine Kulisse, von der jeder PR-Berater träumen würde: Yvonne Bürgin, eine Rütner Mitte-Politikerin, die sich zur Gemeindepräsidentin wählen lassen will, posiert in einem orangenen Blazer auf einem «Bundesrätin Doris Leuthard-Platz» im Dorfzentrum. Sie lächelt in die Kamera und sagt: «Die CVP ist in Rüti eben schon immer stark gewesen.»
Tatsächlich hatte die Bundesrätin 2008 die angrenzende Überbauung sogar persönlich eingeweiht. Die Namensgebung war eine Hommage an sie, der Bauherr ein Mitglied lokalen CVP. «Sympathisch und nahbar», sei sie gewesen, erinnert sich Bürgin an jenen Tag. «Eine Ikone unserer Partei.»
Die Ikone als Vorbild
Inzwischen ist viel Wasser die Jona hinabgeflossen. Doris Leuthard ist im Ruhestand, die CVP hat sich mit der BDP zur Mitte zusammengeschlossen und Yvonne Bürgin, die damals als frisch gewählte Schulpflegerin frisch aufs politische Parkett gestiegen war, hat sich als Kantonsrätin und Vizepräsidentin ihrer Partei einen Namen gemacht.
«Ein gutes Resultat wäre wichtig, es würde Legitimität schaffen.»
Yvonne Bürgin

