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So viele Kandidaten wie Sitze - Kirchenpräsident fehlt

Das Mönchaltorfer Milizsystem wurde im Dezember auf die Probe gestellt: Für zwei Behörden gab es zu wenig Kandidaturen. Doch nach einer Verlängerung der Meldefrist hat sich die Situation verbessert.

So viele Kandidaten wie Sitze - Kirchenpräsident fehlt

Von einem Ansturm auf die Behördenämter kann man in Mönchaltorf wahrlich nicht sprechen, im Gegenteil. So musste die Gemeinde die Einreichungsfrist für Wahlkandidaturen im vergangenen Dezember bis zum 5. Januar verlängern, weil sich zu wenige Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt hatten.

Besonders prekär ist die Situation in der Reformierten Kirchgemeinde. Für die sieben Sitze der Kirchenpflege hatten sich gerade mal die bisherigen Elsbeth Müller-Wächter und Benjamin Sauder (beide parteilos) zur Verfügung gestellt. Fürs Präsidium kandidiert niemand. 

Ein Vertreter der Bezirkskirchenpflege zeigte an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung in Mönchaltorf vom Januar auf, was die Folgen dieser Unterbesetzung sein könnten. So könnte weiterhin ein Interimspräsident, derzeit ist das Bernhard Neyer, oder gar ein Sachwalter eingesetzt werden.

Eine weitere Variante sei die Ernennung einer Übergangskirchenpflege mit dem Ziel, die Fusion mit einer anderen Kirchgemeinde einzuleiten. Auch könnten die zu besetzenden Ämter kantonsweit ausgeschrieben werden. Die letzte Möglichkeit wäre eine Zwangsfusion, welche die Synode zu beschliessen hätte.

Doch noch Kampfwahlen in die RPK

Auch in der fünf Sitze umfassenden Rechnungsprüfungskommission (RPK) mangelte es lange Zeit an genügend Bewerbern. Bis Mitte Dezember interessierten sich nur drei Wahlberechtigte für das Amt. Nach der Verlängerung der Einreichfrist buhlen nun aber plötzlich acht Personen darum.

Neben den bisherigen Rolf Bätscher (parteilos), Marc Bühler (parteilos), Patrick Scheidegger (FDP) und Daniel Sidler (parteilos) kämpfen die neuen Simon Buess (FDP), Martin Denier (parteilos), Lucia Fischer-Gisler (parteilos) sowie Rolf Gerber (EVP Uster) um einen Platz in der Kommission. Ins RPK-Präsidium will einzig der bisherige Patrick Scheidegger.

Zu Kampfwahlen kommt es auch in die Sozialbehörde, in der vier Sitze zu vergeben sind. Vera Grunder (parteilos) will dabei das Feld der vier Bisherigen sprengen. Erneut kandidieren Rolf Buchegger (SVP), Dania Kobler-Good (parteilos), Hans Rudolf Oertle (parteilos) und Timo Sulzer (parteilos).

Genügend Kandidaten für Gemeinderat und Schulpflege

Dagegen haben sich für den Gemeinderat exakt die Anzahl Kandidatinnen und Kandidaten finden lassen, wie Sitze zu vergeben sind, nämlich sechs. Es treten die bisherigen Urs Graf (FDP), Bernhard Kaderli (FDP), Marlis Schlumpf (SP), Christina Thomas-Schulze (parteilos) und Stefan Zollinger (parteilos) an. Als einziger Neuer kandidiert Stefan Rotschi (FDP). Urs Graf stellt sich zudem ein weiteres Mal fürs Gemeindepräsidium zur Wahl.

 

Mönchaltorfer Ersatzwahlen als Probelauf 

Kampfwahlen im Mönchaltorfer Gemeinderat hat es im vergangenen Juni bereits gegeben. Damals setzte sich um die Nachfolge des zurückgetretenen Gemeinderats Rolf Möckli (SVP) der parteilose Stefan Zollinger gegen Thomas Ackermann (SVP) durch. Und Andrea Larry (SP) behauptete sich im Kampf um das Amt des Bildungsvorstands (zugleich Präsidium der Schulpflege) gegen Casper Maag (parteilos). Der Sitz wurde nach dem Rücktritt von Hans-Rudolf Galliker (GLP) frei.

Auch für die fünfsitzige Schulbehörde sind ebenso viele Wahlvorschläge eingegangen. In die Behörde wollen die Bisherigen Andrea Larry-Hug (SP), Ivan Rüegg (SVP), Beat Rusterholz (parteilos), Künsang Schneider-Gangshontsang (parteilos) und die einzige neue Kandidatin Suani Reichmuth-Pavan (parteilos). Als Präsidentin und zugleich Bildungsvorständin im Gemeinderat tritt erneut Andrea Larry-Hug (SP) an. (dam)

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