Von einem Ansturm auf die Behördenämter kann man in Mönchaltorf wahrlich nicht sprechen, im Gegenteil. So musste die Gemeinde die Einreichungsfrist für Wahlkandidaturen im vergangenen Dezember bis zum 5. Januar verlängern, weil sich zu wenige Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt hatten.
Besonders prekär ist die Situation in der Reformierten Kirchgemeinde. Für die sieben Sitze der Kirchenpflege hatten sich gerade mal die bisherigen Elsbeth Müller-Wächter und Benjamin Sauder (beide parteilos) zur Verfügung gestellt. Fürs Präsidium kandidiert niemand.
Ein Vertreter der Bezirkskirchenpflege zeigte an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung in Mönchaltorf vom Januar auf, was die Folgen dieser Unterbesetzung sein könnten. So könnte weiterhin ein Interimspräsident, derzeit ist das Bernhard Neyer, oder gar ein Sachwalter eingesetzt werden.
Eine weitere Variante sei die Ernennung einer Übergangskirchenpflege mit dem Ziel, die Fusion mit einer anderen Kirchgemeinde einzuleiten. Auch könnten die zu besetzenden Ämter kantonsweit ausgeschrieben werden. Die letzte Möglichkeit wäre eine Zwangsfusion, welche die Synode zu beschliessen hätte.

