Punktlandung für alle politischen Behörden in Hittnau
Aus sieben mach fünf: Mit dem Start der Legislatur 2022–2026 hätte der Hittnauer Gemeinderat um zwei Sitze verkleinert werden sollen. Dass dies aber schon vorzeitig der Fall sein sollte, überraschte im letzten Winter. Kurz vor und dann nach dem Jahreswechsel gaben sowohl der damalige Gemeindepräsident Christoph Hitz (parteilos) wie auch Sozialvorstand Peter Wermelinger (SVP) ihre Rücktritte bekannt.
Vom Bezirksrat abgesegnet amtet der Hittnauer Gemeinderat seither in reduzierter Form. Das Präsidium übernahm Vizepräsident Carlo Hächler (FDP) zuerst ad interim, seit April dann offiziell nach einer stillen Wahl. Im März wird er erstmals an der Urne von der Hittnauer Bevölkerung zu «ihrem» Präsidenten gewählt – Gegenkandidaten gibt es nicht.
Gleiche Zahl Kandidaten wie Sitze
Im Allgemeinen dürften die Wahlen in Hittnau keine grossen Überraschungen bergen. Sowohl für den Gemeinderat, die Schulpflege, die Rechnungsprüfungskommission (RPK) als auch die Sozialbehörde haben sich genau so viele Kandidaten gemeldet, wie Sitze zu vergeben sind.
Für den Gemeinderat treten neben Carlo Hächler, der seit 2015 im Amt ist, auch die bisherigen Gemeinderätinnen Gabriela Dürr (Forum Hittnau) und Claudia Schnyder (parteilos) an. Dürr ist seit 2018 Gemeinderätin, Schnyder sammelte ab 2014 in der Sozialbehörde politische Erfahrungen bevor sie 2017 in den Gemeinderat gewählt wurde.
Daniel Meyer (SVP) hat sich nach 16 Jahren im Gemeinderat gegen eine erneute Kandidatur entschieden. Für Claudio Zinsli (FDP) ist nach nur einer Legislatur wieder Schluss. Zuvor war Zinsli bereits zwölf Jahre in der Schulpflege.
Zwei Neue für den Gemeinderat
Neu wollen Reto Huber (parteilos) und Olivier Scurio-Lüthi (GLP) in der Hittnauer Exekutive politisieren. Huber hat gemäss eigenen Angaben keine politische Erfahrung, dafür «hitzige Diskussionen» mit seinem Sohn. Der Projekt- und Integrationsmanager will seine langjährige Erfahrung aus der Privatwirtschaft nun im Gemeinderat einbringen.
Auch Scurio-Lüthi hatte bisher noch kein politisches Amt inne, leitet aber seit über 15 Jahren die Musikschule Region Dübendorf. Als Vorstandsmitglied in kantonalen und nationalen Verbandstätigkeiten hat er «langjährige Führungserfahrung gesammelt».
Präsidenten wollen bleiben
Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Schulpflege ab. Armin Huber (Forum Hittnau), der seit 20 Jahren in der Schulpflege aktiv ist, stellt sich zum dritten Mal für das Präsidium zu Wahl. Auch seine Kandidatur ist unumstritten.
Von den sieben aktuellen Schulpflegern treten neben Huber auch Muriel Signer Dübendorfer (parteilos) und Matthias Weckemann (FDP) erneut zur Wahl an. Die restlichen vier Sitze werden durch Neuzugänge besetzt: Thomas Johannes Bhend (parteilos), Nathalie Krummenacker (SVP), Sandra Kuhn (parteilos) und Gian Luca Beeler (Junge GLP) – dieser ist mit Jahrgang 2001 mit Abstand der jüngste Kandidat in Hittnau.
Chronischer Kandidatenmangel in der Kirchenpflege
Auch in der RPK bleibt es an der Spitze konstant: Stephan Märki (parteilos) will noch eine zweite Amtszeit als Präsident anhängen. Ebenfalls RPK-Mitglieder bleiben wollen Pascal Mäder (parteilos), William Penn (FDP) und Irene Schweizer (Forum Hittnau). Neu zum Gremium stossen werden Daniel Gautschi (FDP), Patrick May (parteilos) und Jacqueline Theiler-Gisler (Forum Hittnau).
Einzig in der Evangelisch-Reformierten Kirchenpflege geht die Rechnung mit der Anzahl Kandidaten und Anzahl Sitzen nicht ganz auf. Wie schon vor vier Jahren kandidieren nur sechs Personen für die sieben Sitze. Allen voran Peter Brünker (parteilos), der sich zum zweiten Mal als Präsident zur Wahl stellt. Damit startet die Kirchenpflege bereits die vierte Legislatur in Folge mit zu wenig Mitgliedern.
