Greifenseer Gemeinderat wird umgekrempelt
Die Hälfte des sechsköpfigen Greifenseer Gemeinderats tritt nicht mehr zu den Behördenwahlen am 27. März an. Mit Markus Bauer (Aktion G), Bruno Schaerli (Aktion G) und Daniel Kiper (parteilos) verzichten drei der sechs Mitglieder auf eine erneute Kandidatur.
Dagegen stellen sich Franziska Graf Schläppi (Aktion G), Thomas Honegger (Grüne), Andreas Jakob (FDP) und Monika Keller (FDP) ein weiteres Mal zur Wahl. Neu wollen Stefan Karl (Die Mitte), Barbara Rodrigues (Aktion G) und Ueli Sonderegger (GLP) den Sprung in die Exekutive schaffen. Somit buhlen sieben Politikerinnen und Politiker um die sechs Gemeinderatssitze.
Keller und Sonderegger duellieren sich zudem ums Gemeindepräsidium. Damit hat Monika Keller heuer im Gegensatz zu 2018 wieder einen Herausforderer. Während sie schon vier Jahre als Gemeinderätin und weitere acht als Präsidentin geamtet hat, bekleidete Sonderegger bisher noch kein politisches Amt.
Kampf um brisantes Amt
Als Präsidentin der Primarschulpflege bewirbt sich Martina Alig Ceesay (Grüne), die im Fall einer Wahl von Amtes wegen Mitglied des Gemeinderates wird. Für die fünf Sitze der Schulpflege kandidieren neben Alig Ceesay, die Bisherigen Angela Rudis (Die Mitte) und Patrick Schwab (Aktion G) sowie die Neuen Anette Riedl Materna (GLP) und Jeffrey Santana (FDP).
Zu Kampfwahlen kommt es in der Oberstufenschulpflege Nänikon-Greifensee. Die Behörde ist wegen der Grenzbereinigung, die das neue Gemeindegesetz verlangt, im Fokus. Laut diesem sollen die Grenze des Schulguts mit der Gemeindegrenze identisch sein.
Sechs Kandidaturen stehen den fünf Sitzen gegenüber. Erneut zur Wahl stellen sich Heike Krauss (FDP), Angela Lienhard (Aktion G), Ulrich Schmid (Die Mitte) und Patrick Schoch (Aktion G). Neu in die Oberstufenschulpflege wollen Thomas Altenburger (parteilos) und Sabine Wipf-Ferstl (Aktion G). Als Präsident kandidiert wieder Ulrich Schmid.
Kandidatenüberschuss in Sozialbehörde
Ebenfalls eine Kandidatur zu viel verzeichnet die Sozialbehörde. Neu wollen Marco Bohrer und Caroline Hug (beide parteilos) einen von vier Sitzen erobern. Sabine Berglas (parteilos), Julia Niebergall (parteilos) und Regula Schuppisser (Aktion G) kämpfen um eine Wiederwahl.
Dagegen haben sich für die Rechnungsprüfungskommission exakt die Anzahl Kandidatinnen und Kandidaten finden lassen, wie Sitze zu vergeben sind, nämlich fünf. Darunter sind mit Isak Etemi (Aktion G), Thomas Hofmeyer (FDP) und Christina Stettler (Aktion G) drei Neue. Zu ihnen gesellen sich die Bisherigen Renate Rieder (GLP)und Dario Frattini (GLP). Letzterer stellt sich wieder als Präsident der RPK zur Wahl.
Während in den anderen Greifenseer Behörden genügend oder gar eine Überzahl Kandidaturen vorhanden sind, sieht es in der Reformierten Kirchenpflege düster aus. Eigentlich müssten fünf Sitze besetzt werden. Doch es stellen sich nur Cornelia Künzi und die Bisherige Ruth Schmid (beide parteilos) zur Wahl. Schmid kandidiert dabei erneut fürs Präsidium.
