Eine Kampfwahl auf Augenhöhe ist das nicht. Auf der einen Seite der aktuelle Stadtpräsident André Ingold (SVP), bestens vernetzt, vielseitig engagiert und in weiten Teilen des politischen Spektrums beliebt.
Auf der anderen Patrick Jetzer, Co-Präsident der aus der Corona-Pandemie heraus entstandenen Protest-Bewegung Aufrecht Schweiz, unerfahren auf lokalpolitischer Ebene, dafür überregional in die Schlagzeilen geraten wegen seines massnahmenkritischen Engagements.
Ingold und Jetzer trafen schon vor vier Jahren bei der damaligen Kampfwahl ums Stadtpräsidium aufeinander, damals noch mit Theo Zobrist (SP) als Dritten im Bunde. Jetzer, zu jener Zeit noch Vertreter der von ihm gegründeten Ethischen Partei Schweiz (EPS), blieb mit 101 Stimmen erwartungsgemäss chancenlos, während Ingold deren 1732 Stimmen erhielt.
Für die anstehende Wahl haben sich die Vorzeichen insofern geändert, als Jetzer heute kein komplett Unbekannter mehr ist. Ob das Wählerpotenzial aus Massnahmenkritikern und Impfgegnern gross genug ist, um zumindest einen Achtungserfolg zu erzielen, muss sich allerdings erst zeigen.

