Alle vier Jahre, nach Auszählung der Stimmen der Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden, ist Feiern angesagt. Oder zumindest ein Zusammenkommen, um auf das Ende eines langen Wahlkampfes anzustossen. Die Resultate in Rüti haben jedoch nicht nur für eitel Sonnenschein und Glückseligkeit gesorgt, sondern teils auch für Frustration und Enttäuschung.
Enttäuschung bei den Grünen
Bei den Erneuerungswahlen des Gemeinderates kam es zu einer Kampfwahl. Neben den drei Bisherigen Peter Weidinger (Die Mitte), Claudia Lehmann (SP) und Thomas Stauber (SVP) bewarben sich sieben weitere Kandidierende um ein Amt in der Exekutive. Alle knackten zwar die Marke des 727 Stimmen umfassenden absoluten Mehr, doch zwei schieden als überzählig aus.
Zum einen war dies der parteilose Stefan Stock, der 934 Stimmen erhielt. Zum andern Seraina Steinlin Meier (Grüne), die 937 Stimmen auf sich vereinte. Die Feier, die zusammen mit der SP-Delegation im Ristorante Portofino abgehalten wurde, lebte darum etwas von Stimmungsschwankungen.
Während SP-Frau Claudia Lehmann mit dem drittbesten Resultat in ihrem Amt bestätigt wurde, präsentierte sich die Gefühlslage bei Steinlin Meier anders. «Das heutige Resultat frustriert natürlich. Der Wahlausgang ist wirklich nicht das, was ich selber erwartet habe», meinte sie halbwegs gefasst.

