Die beiden Juso-Kandidatinnen hatten keine Chance. Lara Kummer und Anaïs Dolder landen mit 380 beziehungsweise 357 Stimmen auf den hintersten Plätzen im Rennen um den Pfäffiker Gemeinderat. Ein Szenario, auf das sie sich zwar vorbereitet hatten. «Etwas Enttäuschung ist trotzdem dabei», sagt Lara Kummer. «Aber wir sind froh, überhaupt Stimmen erhalten zu haben.»
So tönt es auch von Anaïs Dolder: «Obwohl wir nicht gewählt worden sind, haben wir es doch geschafft, unsere Themen ins Oberland zu tragen. Und wir werden dranbleiben.» Für sie vor allem enttäuschend sei jedoch die tiefe Wahlbeteiligung von 27,24 Prozent.
Grosswetterlage begünstigt Grün
Das behördenübergreifend beste Resultat erzielte Gemeinderat Lukas Weiss (Grüne) mit 1522 Stimmen. Er war erst vor vier Jahren ins Gremium eingezogen. Damals verbuchte er noch das tiefste Resultat aller gewählten Gemeinderäte.
Dass ihn die Pfäffiker Bevölkerung nun stimmenmässig an die Spitze katapultiert hat, freut Weiss natürlich: «Allerdings führe ich dies nicht auf besondere Taten meinerseits zurück.» Er habe sich in den letzten vier Jahren eher im Hintergrund gehalten. Und er habe auch schon «ganz andere» Wahlsonntage erlebt. «Aber durch die politische Grosswetterlage haben wir Grünen nach wie vor Rückenwind.»

