Vorläufiges Ja zum 107-Millionen-Schulhaus in Dübendorf
Die Projektierung für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Stägenbuck kann beginnen: Das Volk bewilligte an der Urne einen Kredit von 7,2 Millionen Franken.
Mehr als 15 Jahre dauerte die Planung, nun macht die Erweiterung und Sanierung des Stägenbuck-Schulhauses einen wichtigen Schritt voran: Die Stimmberechtigten sagten am Sonntag Ja zu einem Projektierungskredit von 7,2 Millionen Franken.
Der Betrag ist je hälftig aufgeteilt auf die Primarschule Dübendorf und die Sekundarschule Dübendorf-Schwerzenbach, die das «Stägenbuck» gemeinsam betreiben. Es wurden also die Stimmberechtigten der beiden Nachbargemeinden an die Urne gebeten; die Dübendorfer mussten gleich zwei Stimmzettel mit der identischen Fragestellung einwerfen. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp unter 40 Prozent.
SVP: «Millionen-Murks»
Die Abstimmungsresultate der beiden Gemeinden weichen nur unwesentlich voneinander ab. Die Stimmberechtigten der Stadt Dübendorf genehmigten den Kredit mit 70,4 Prozent Ja-Stimmen, diejenigen der Sekundarschulgemeinde Dübendorf-Schwerzenbach mit 71,34 Prozent.
Während die Pläne in der Sek kaum kontrovers diskutiert wurden, durchlief das Projekt im Parlament von Dübendorf einen langwierigen politischen Prozess. Im Fokus stand dabei vor allem der Umstand, dass sich die Schulanlage im Inventar für schützenswerte Objekte befindet.
Namentlich die SVP hätte lieber einen neuen Zweckbau gesehen. Die Partei monierte, dass die Verantwortlichen sich dagegen entschieden hatten, mittels Provokationsbegehren Klarheit über den Schutzstatus zu erlangen. Den aus ihrer Sicht teuren Kompromiss bezeichnete die Partei im Abstimmungskampf als «Millionen-Murks». Auch aus anderen Parteien waren im Parlament kritische Stimmen zu hören, am Ende beschlossen aber neben der SVP nur noch Aufrecht und EDU die Nein-Parole.
Sanieren und neu bauen
Tatsächlich wird das Projekt mit geschätzten Kosten von 107 Millionen Franken nicht ganz billig. Um die steigenden Schülerzahlen aufzufangen, sind zwei Neubauten geplant. Und die bestehenden Gebäude aus dem Jahr 1975 – sie erinnern laut Denkmalpflege in ihrer Kubatur an nordafrikanische Lehmbauten – sollen umfangreich saniert werden.

