Politik

Kosten von 12 Millionen Franken

Fehraltorf plant neuen Holzmodulbau als Ersatz für zwei Schulhäuser

Die Schulhäuser Sekundar und Vario werden ersetzt. Der Gemeinderat setzt auf einen gemeinsamen Holzmodulbau. 2027 soll die Bevölkerung darüber entscheiden.

Fehraltorf plant neuen Holzmodulbau als Ersatz für zwei Schulhäuser

Kosten von 12 Millionen Franken

Die Schulhäuser Sekundar und Vario werden ersetzt. Der Gemeinderat setzt auf einen gemeinsamen Holzmodulbau. 2027 soll die Bevölkerung darüber entscheiden.

Die Schulhäuser Sekundar und Vario auf der Schulanlage Heiget in Fehraltorf haben ausgedient. Der Gemeinderat will die beiden Gebäude durch einen gemeinsamen Neubau in Holzmodulbauweise ersetzen. Die Bevölkerung soll voraussichtlich in der ersten Hälfte 2027 über das Projekt abstimmen. Das schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung.

Die beiden Schulhäuser stehen seit Jahrzehnten auf dem Heiget-Areal und wurden im Lauf der Zeit mehrfach erweitert und angepasst. Inzwischen seien sowohl bauliche als auch betriebliche Investitionen nötig, schreibt der Gemeinderat weiter. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an den Schulbetrieb verändert.

Benötigt werden heute unter anderem zusätzliche Gruppenräume und Arbeitsplätze für Lehrpersonen. Zusätzliche Klassenzimmer soll der Neubau hingegen nicht schaffen. Die bestehenden Raumangebote sollen vielmehr neu organisiert werden.

Ein Gebäude statt zwei

Der Gemeinderat hat im Rahmen einer Machbarkeitsstudie verschiedene Varianten geprüft. Entschieden hat er sich für einen gemeinsamen Ersatzneubau. Ausschlaggebend seien die langfristige Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeitsaspekte und die Erfahrungen mit dem bereits realisierten Holzmodulbau auf der Schulanlage gewesen.

Dieser zusätzliche Schulraum wurde 2024 fertiggestellt. Zwölf Klassen konnten dort einziehen. Die Bauabrechnung schloss bei rund 11,1 Millionen Franken ab.

Auch beim neuen Projekt setzt Fehraltorf auf Holzmodule. Die bestehenden Untergeschosse sollen teilweise weiter genutzt werden. Dadurch könne der Eingriff in den Boden reduziert werden. Gleichzeitig würde auf dem heutigen Standort des Schulhauses Vario zusätzlicher Freiraum entstehen.

Die beiden Schulhäuser sollen damit langfristig in einem Gebäude zusammengeführt werden. Die Schulverwaltung soll ebenfalls Platz im Neubau erhalten. Die Gemeinde geht von Kosten von 12 Millionen Franken aus, wie Gemeindeschreiber Marcel Wehrli sagt. Die genauen Zahlen werden aber erst noch erarbeitet.

Bau während des Schulbetriebs

Der Neubau soll in Etappen umgesetzt werden. Damit könne sichergestellt werden, dass während der Bauarbeiten genügend Schulraum zur Verfügung stehe. Die Schulleitung sei in die bisherigen Überlegungen einbezogen worden und unterstütze die Grundausrichtung des Projekts.

Die Planung geht auf ein bereits 2025 bewilligtes Vorprojekt zurück. Damals stellte der Gemeinderat 300'000 Franken für die Sanierung der Schulhäuser Vario und Sekundar bereit. Inzwischen hat sich die Gemeinde für einen gemeinsamen Ersatzneubau statt einer Sanierung der beiden bestehenden Gebäude entschieden.

Als Nächstes sollen die Planungen vertieft und die baurechtlichen Voraussetzungen geklärt werden. Während der weiteren Planung könnten auf dem Areal Bauprofile aufgestellt werden, um das geplante Bauvolumen sichtbar zu machen.

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