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Teure Investition

Info-Stelen in Maur machen Probleme – und jetzt ging die Lieferfirma in Konkurs

Für rund 270'000 Franken hat die Gemeinde Maur ihre alten Plakattafeln durch digitale Informationsstelen ersetzt. Nach dem Konkurs der Lieferfirma sind die Stelen nur noch teilweise in Betrieb.

Info-Stelen in Maur machen Probleme – und jetzt ging die Lieferfirma in Konkurs

Teure Investition

Für rund 270'000 Franken hat die Gemeinde Maur ihre alten Plakattafeln durch digitale Informationsstelen ersetzt. Nach dem Konkurs der Lieferfirma sind die Stelen nur noch teilweise in Betrieb.

Noch keine zwei Jahre ist es her, seit die Gemeinde Maur ihre analogen Plakattafeln durch fünf digitale Informationsstelen ersetzt hat. Nun steht sie vor einem Problem: Die Firma, welche die Anlagen geliefert hat, ging in Konkurs.

Wie die Gemeinde mitteilt, war sie vor wenigen Tagen über den Konkurs informiert worden. Dieser kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn bereits in den vergangenen Monaten war es bei den Informationsstelen wiederholt zu technischen Ausfällen gekommen.

Die Gemeinde habe die festgestellten Mängel laufend bei der Lieferfirma beanstandet und mehrfach deren Behebung verlangt. Verschiedene Probleme seien jedoch gar nicht oder nur teilweise behoben worden.

Welche finanziellen Folgen der Konkurs für Maur hat, ist derzeit noch offen. Die Verwaltung will ihre Forderungen im Konkursverfahren geltend machen. Gleichzeitig klärt sie ab, wie die fünf Stelen künftig weiterbetrieben werden können.

270'000 Franken investiert

Die Gemeinde hatte 2024 rund 270'000 Franken für die digitalen Informationsstelen bewilligt. Sie ersetzten acht analoge Plakattafeln, auf denen zuvor unter anderem für Abstimmungen, Gemeindeversammlungen sowie Veranstaltungen von Vereinen geworben wurde.

Die fünf neuen Anlagen wurden beim Schulhaus Gassacher in Binz, beim Schulhaus Pünt in Maur, bei der Mehrzweckhalle Looren und der Bushaltestelle Im Brünneli in Forch sowie bei der Bushaltestelle Dorf in Ebmatingen aufgestellt.

Von den digitalen Anzeigen versprach sich die Gemeinde damals vor allem weniger Aufwand und mehr Flexibilität. Anders als Papierplakate lassen sich die Inhalte aus der Ferne aufschalten und kurzfristig ändern – so zumindest die Theorie. Auch bei Notfällen sollten die Stelen zur schnellen Information der Bevölkerung dienen.

Zwei Vandalismus-Fälle kommen hinzu

Zu den technischen Mängeln kommt ein weiteres Problem: Während des Sommers wurden bei zwei Stelen die Schutzscheiben mutwillig beschädigt – dies, obwohl die Scheiben eigentlich Vandalismus-sicher sein sollten. Eigentlich sollten diese ersetzt werden. Dazu kam es vor dem Konkurs der Lieferfirma jedoch nicht mehr.

Digitale Stelen in Maur sind Schrott - und die betreffende Firma ist Konkurs.
Ob die Wartungsarbeiten jemals abgeschlossen werden?

Die beschädigten Scheiben können deshalb vorerst nicht ausgewechselt werden. Die Informationsstelen bleiben zwar in Betrieb, teilweise allerdings nur eingeschränkt.

Für Vereine und andere Nutzerinnen und Nutzer ändert sich zunächst nichts. Veranstaltungen und andere Hinweise können weiterhin bei der Gemeinde eingereicht und auf den funktionierenden Stelen angezeigt werden.

Wie es langfristig mit den Anlagen weitergeht und wer künftig für Wartung und Reparaturen zuständig sein wird, ist derzeit noch offen. Die Gemeinde will informieren, sobald das weitere Vorgehen geklärt ist.

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