Schwerzenbach will keine Fusion der Sek
Das Dübendorfer Parlament möchte die Idee einer Fusion der Stadt mit der Sekundarschulgemeinde nicht aufgeben – doch die Schwerzenbacher Behörden stemmen sich vehement dagegen.
Es war zwar keine Begeisterung, aber eben auch keine Ablehnung: An seiner letzten Sitzung beschloss der Dübendorfer Gemeinderat, ein Postulat aufrechtzuerhalten, das die Prüfung einer Fusion der Stadt mit der Sekundarschulgemeinde Dübendorf-Schwerzenbach fordert.
Die Befürworter argumentierten mit Synergien, schlankeren Strukturen und einer einfacheren Schulraumplanung. Ausserdem würde eine Fusion die Suche nach geeigneten Kandidaten für Behördenämter erleichtern.
Die Gegner, darunter der Stadtrat und die Schulpflege der Sek, sehen hingegen wenig bis gar keinen Nutzen, sondern nur «politische Baustellen» und hohe Kosten.
Dass der Vorstoss trotz der recht ausführlichen Auslegeordnung in der Postulatsantwort am Ende der Diskussion nicht abgeschrieben wurde, hatte zwei Gründe. Die einen waren mit der stadträtlichen Stossrichtung nicht zufrieden. Die anderen wollten verhindern, dass die Idee irgendwo in einer Schublade verschwindet – und stellten in Aussicht, einen Vorstoss über die Sekundarschulgemeinde zu prüfen.
Schwerzenbach bekäme Geld zurück
Die Haltung des Schwerzenbacher Gemeinderats trat im ganzen bisherigen Verfahren nur am Rand zum Vorschein, doch nun meldet sich die Exekutive von Dübendorfs Nachbargemeinde zu Wort.
In einem gemeinsamen Statement zusammen mit der Primarschulpflege erteilt der Gemeinderat dem Vorschlag eine klare Absage. Das bisherige System funktioniere gut – sowohl, was die Organisation, als auch, was die Bildungsqualität betreffe.
Einen Mehrwert im Fall einer Fusion sehen die beiden Behörden der 5000-Seelen-Gemeinde nicht. Stattdessen wäre eine Neuorganisation mit erheblichen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verbunden.
Ausserdem weisen Gemeinderat und Schulpflege darauf hin, dass bei einer Auflösung der Sekundarschulgemeinde eine Auszahlung beziehungsweise Abgeltung des Anteils von Schwerzenbach am bestehenden Vermögen und an den gemeinsamen Anlagen zu regeln wäre. Ein Punkt, der auch im Dübendorfer Parlament zu reden gab.
Doch ein eigenes Sek-Schulhaus?
Nicht zuletzt wird kritisiert, dass Schwerzenbach die demokratische Mitwirkung zu verlieren drohe. Denn würde die Sekundarschulgemeinde in ihrer heutigen Form aufgelöst, bliebe als naheliegendste Lösung ein Anschlussvertrag mit der Stadt Dübendorf oder einer anderen Gemeinde. Dies würde gemäss Mitteilung «eine langfristige strukturelle Abhängigkeit von der jeweiligen Sitzgemeinde» mit sich bringen.
Sollte Dübendorf die Auflösung der Sekundarschulgemeinde dennoch weiterverfolgen, will Schwerzenbach «verschiedene Anschlusslösungen» prüfen. Und längerfristig ziehen die Verantwortlichen gar die Möglichkeit einer eigenen Sekundarschule in Betracht.

