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Politik

Überraschender Rücktritt

«Wetzikon wird mehr verwaltet als gestaltet»

Kurz nach seiner Wiederwahl ins Parlament legt SP-Parlamentarier Saamel Lohrer sein Amt nieder. Was hat ihn dazu bewogen? Und wie blickt er auf die vergangenen vier Jahre zurück?

«Wetzikon wird mehr verwaltet als gestaltet»

Überraschender Rücktritt

Kurz nach seiner Wiederwahl ins Parlament legt SP-Politiker Saamel Lohrer sein Amt nieder. Was hat ihn dazu bewogen? Und wie blickt er auf die vergangenen vier Jahre zurück?

Eigentlich war die Verabredung mit Saamel Lohrer als Stadtspaziergang angedacht. Da es aber in Strömen regnet, wird das Gespräch kurzerhand in ein Café verlegt. «In Wetzikon muss man nach schönen Orten suchen», konstatiert der 24-jährige Noch-Parlamentarier auf dem Weg dorthin. Denn davon gebe es nicht viele.

Als besonders störend empfinde er vor allem die Verkehrssituation. «Wir haben eine riesige Strasse, die mitten durch unser Stadtzentrum führt.» Dass das nicht gut ist, darin sei man sich sogar parteiübergreifend einig. Doch bei der Suche nach Lösungen ist man, so Lohrer, in den vergangenen Jahren kaum einen Schritt weitergekommen.

Und nicht nur in Bezug auf die Verkehrssituation sei dies der Fall – auch bei anderen Themen geht es laut Lohrer nicht vorwärts. In seiner Schlussrede im Parlament zieht der junge SP-Politiker eine ernüchternde Bilanz. «Den Menschen in Wetzikon geht es heute nicht besser als vor vier Jahren, als ich mich erstmals zur Wahl gestellt habe.» Und räumt gleichzeitig ein: «Auch ich trage dafür Verantwortung.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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