Politik

Stadtrat Uster beschliesst

Erhöhte Gefahrenlage verändert Unterstützung für den Greifenseelauf

Die Stadt Uster stellt ihre Unterstützung für den Greifenseelauf neu auf. Statt eines jährlichen Beitrags übernimmt sie künftig die Kosten für Sicherheit und Verkehr.

Erhöhte Gefahrenlage verändert Unterstützung für den Greifenseelauf

Stadtrat Uster beschliesst

Die Stadt Uster stellt ihre Unterstützung für den Greifenseelauf neu auf. Statt eines jährlichen Beitrags übernimmt sie künftig die Kosten für Sicherheit und Verkehr.

Am kommenden Wochenende findet der Greifenseelauf statt – die grösste jährlich stattfindende Sportveranstaltung der Stadt Uster, organisiert von der Ryffel Running AG. Diese wird von der Stadt unterstützt: Am 25. August bewilligte der Stadtrat einen Kredit und einen neuen Leistungskontrakt mit der Veranstalterin für die Jahre 2026 und 2027.

Bisher erhielt die Ryffel Running AG jedes Jahr 45’000 Franken und vergünstigte Tarife für städtische Leistungen. Sie musste, wenn auch zu einem ermässigten Preis, für den Verkehrsdienst, einige Leistungen des Strasseninspektorats und den Auf- und Abbau der Sicherheitssperren bezahlen.

Letztes Jahr fielen unerwartet zusätzliche Kosten von 40’000 Franken für Sperren an, die die Menschenmassen vor Fahrzeugen schützen. Die Stadtpolizei hatte aufgrund der Terrorbedrohung höhere Anforderungen an die Sicherheit gestellt, wie die Stadt in einer Stellungnahme mitteilt. Relevante Szenarien seien vor allem Gewalttaten von einzelnen radikalisierten Personen, die mit vergleichsweise einfachen Mitteln begangen werden können.

Diese Kosten waren für die Ryffel Running AG nicht tragbar, weswegen die Stadt Uster die Hälfte übernahm. Insgesamt unterstützte die Stadt Uster den Greifenseelauf 2025 also mit 65’000 Franken. Solche Sperren werden auch dieses Jahr und 2027 nötig sein, wie die Kostentabelle im Stadtratsbeschluss zeigt.

Neues Modell für die Unterstützung

Ende 2025 lief der bestehende Vertrag aus. Im Rahmen der Vertragsverlängerung bat die Veranstalterin um eine Anpassung der Leistungen. Sie wünschte sich im Bereich der Sicherheitskosten eine höhere Planungssicherheit, um nicht abermals von hohen Mehrkosten überrascht zu werden.

Im neuen Leistungskontrakt wird die Sache nun anders geregelt als in den Jahren zuvor: Künftig verrechnet die Stadt für den Greifenseelauf keine Kosten mehr im Bereich Sicherheit und Verkehr, jedoch wird der Ryffel Running AG auch kein Beitrag mehr ausgezahlt. Somit übernimmt die Stadt das Risiko möglicher zukünftiger Kostensteigerungen. Dieses Vorgehen sei laut Stadtrat auch in anderen Städten üblich, welche Outdoor-Sportgrossveranstaltungen unterstützen.

Voraussichtlich kostet der Greifenseelauf die Stadt in den Jahren 2026 und 2027 jeweils 62’000 Franken, also 3000 Franken weniger, als letztes Jahr ausgegeben wurde. Der Personalaufwand der Polizei wurde auch im alten System nicht verrechnet. Trotzdem hält der Stadtrat im Beschluss «pro memoria» einen Betrag von 15’000 Franken für diese Leistung fest, der nicht in der Gesamtsumme inkludiert ist.

Im Beschluss verweist der Stadtrat darauf, dass der Greifenseelauf in verschiedenen Punkten der «Strategie Uster 2030» entspricht. Der Anlass sei ein attraktives Sportangebot für die breite Bevölkerung und stärke Uster als Standort im Bereich Sport und Gesundheit. Ausserdem gebe er der Stadt eine Möglichkeit, sich als ansprechenden Wohn- und Arbeitsstandort zu präsentieren.

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