Politik

Fragestunde im Parlament

Nebelduschen, eine gefährliche Haltestelle und abgebaute Parkplätze

In der Fragestunde im Parlament Dübendorf war die sommerliche Hitze das dominierende Thema. Ausserdem ist jetzt bekannt, wie viele öffentliche Parkplätze in den letzten zwei Jahren verschwunden sind.

Nebelduschen, eine gefährliche Haltestelle und abgebaute Parkplätze

Fragestunde im Parlament

In der Fragestunde im Parlament Dübendorf war die sommerliche Hitze das dominierende Thema. Ausserdem ist jetzt bekannt, wie viele öffentliche Parkplätze in den letzten zwei Jahren verschwunden sind.

Den Platz vor dem Stadthaus oder das Areal beim Bahnhof Stettbach bezeichnete Gemeinderätin Chloé Charmillot (SP/GP) als Betonwüste. In der Fragestunde am Montagabend wollte sie vom Stadtrat wissen, was er gegen diese Hitzeinseln unternehme.

Hochbauvorstand Dominic Müller (Die Mitte) erwähnte zuerst die verschiedenen grünen «Pocket Parks», die in Dübendorf bereits gebaut oder aktuell geplant sind. Beim Bahnhof Stettbach ist der Handlungsspielraum gemäss Müller begrenzt, da etwa drei Viertel der Fläche der Stadt Zürich und dem Kanton gehören. Zudem müsse ein Teil für eine mögliche Realisierung der Zooseilbahn freigehalten werden. Sie stünden aber mit dem Stadtzürcher Tiefbauamt im Gespräch, ob sich dort etwas machen liesse. Beim Stadthausplatz sei eine weitere Begrünung wegen des Platzanspruchs des Wochenmarkts oder von Festanlässen nicht realistisch.

Zum Thema Abkühlung und Hitze gingen mehrere Fragen ein. Remo Stadler (Die Mitte/EVP) erkundigte sich, ob die Beschaffung von Sprühnebelanlagen oder Nebelduschen für die kommenden Jahre eine Erkenntnis dieses Hitzesommers sei.

Sprühnebelanlagen oder Nebelduschen würden gemäss Stadtrat Roger Gallati (FDP) zwar Kühlung bringen, hätten aber auch Nachteile wie Wasser- und Stromverbrauch. Zudem seien die Anlagen lokal begrenzt. Nebenbei erfuhr man von Gallati, dass die Stadt seit 2024 über 2700 Quadratmeter Fläche entsiegelt und 96 zusätzliche Bäume gepflanzt hat.

Ärger um geschlossene Badi

Die geschlossene Badi thematisierte die grüne Gemeinderätin Ursula Brack: Ob es denn ein Freibad-Ersatzangebot an Hitzetagen gebe. «Erste Ideen werden aktuell diskutiert», sagte Stadtpräsident André Ingold (SVP) knapp. Worauf Brack Beispiele wollte. Doch Ingold konnte noch keine nennen.

Sofia van Moorsel (SP/Grüne) fragte, ob es Bestrebungen gebe, die Übersicht und Benutzerfreundlichkeit der Gemeindewebsite zu verbessern. Ingold erwiderte, dass eine Überarbeitung der Website fürs nächste Jahr budgetiert sei.

Ein Sicherheitsproblem sieht Gemeinderätin Nicole Zarotti (SP/Grüne) an der Bushaltestelle Alterszentrum in der Fällandenstrasse. Dort führt der Veloweg über das Trottoir direkt vor dem Bushäuschen durch. «Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen für die betagten Personen.»  

In Abwesenheit von Sicherheitsvorstand Hanspeter Schmid (Die Mitte) sagte Stadtrat Ivo Hasler (SP), dass die Situation vor Ort bereits mehrfach mit Vertretern des Kantons besprochen worden sei. Momentan sind dort Strassenarbeiten im Gang. Im Zuge dieser seien zusätzliche Markierungen und Signalisationen geplant. Die Entscheidungskompetenz liege allerdings beim Kanton.

Parkplätze zählen

Um die öffentlichen Parkplätze ging es Claudia Günthart (Aufrecht). Sie fragte nach der Anzahl aufgehobener Felder in den letzten fünf Jahren und danach, wie viele in der gleichen Zeit erstellt worden seien.

Tiefbauvorstand Roger Gallati konnte nur die Zahlen seit 2024 liefern. Zuvor hat die Stadt keine Statistik darüber geführt. Vier seien im Zuge von Strassensanierungen abgebaut worden. Allerdings sind laut Gallati in der Statistik nicht alle Veränderungen aufgeführt. Nicht erfasst seien der Parkplatzabbau aus Gründen der Verkehrssicherheit oder im Zuge von Hochbauprojekten.  

Dass in Dübendorf Neuzuzüger persönlich adressierte Post von einer Partei erhalten haben, brachte Thomas Maier (GLP) aufs Tapet – ohne die Partei zu nennen. Er fragte sich, wie die Absender an die Adressen gelangten. Stadtpräsident Ingold bestätigte, dass die Einwohnerdienste eine entsprechende Anfrage bekommen hätten. Von Gesetzes wegen war dies der Verwaltung laut Ingold erlaubt. Jedem Bürger stehe es aber frei, seine Personendaten bei den Einwohnerdiensten sperren zu lassen.

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