In der reformierten Kirche Rüti eskaliert ein jahrelanger Streit
Pfarrerin seit Mitte August weg
Es begann vor zwei Jahren mit einer Auseinandersetzung um Wohnzuschüsse und endete mit der Demissionierung der Pfarrerin. Diese erhebt den Behörden gegenüber schwere Vorwürfe – sie spricht von Mobbing und struktureller Gewalt.
Während am Freitagabend des 28. August leichter Regen über Rüti niedergeht, entlädt sich in der reformierten Kirche ein regelrechter Sturm, der sich über Jahre hinweg aufgebaut hat. Am «Info-Abend zur Konfliktsituation» kommt eine lange Geschichte zutage, die auch nach dem über zweistündigen Anlass nicht vollständig durchschaubar ist.
Der Konflikt, über den die Kirchgemeindemitglieder informiert werden, spielt sich vor allem zwischen Pfarrerin Stefanie Porš und der Kirchenpflege ab. Wie sich im Verlauf des Abends zeigt, hat aber nicht nur die Pfarrerin Probleme mit der kirchlichen Behörde. Auch andere ehemalige und aktuelle Mitarbeitende der Kirche äussern sich negativ über die aktuelle Kirchenpflege.
Beginnen wir aber erst einmal von vorne: Walter Lüssi hatte den Info-Abend kurzfristig einberufen und moderiert ihn. Lüssi ist ehemaliger Pfarrer der Gemeinde Linthal (GL) und war vormals Kirchenratsschreiber. Er wurde von der Bezirkskirchenpflege mit der Aufarbeitung des Konflikts beauftragt. Lüssi hat schon in anderen Kirchen, zum Beispiel in Grüningen, interne Kirchenkonflikte begleitet.

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