Politik

Kostengünstigere Lösung

Sozialdienst Wetzikon übernimmt Betreuung von 124 Asylsuchenden

Die Stadt Wetzikon übernimmt die Fallführung für anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge künftig selbst. Damit kann sie bestehende Strukturen nutzen und die Fälle günstiger betreuen als bei einer Weiterführung durch die Asylorganisation Zürich (AOZ).

Sozialdienst Wetzikon übernimmt Betreuung von 124 Asylsuchenden

Kostengünstigere Lösung

Die Stadt Wetzikon übernimmt die Fallführung für anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge künftig selbst. Damit kann sie bestehende Strukturen nutzen und die Fälle günstiger betreuen als bei einer Weiterführung durch die Asylorganisation Zürich.

Die Stadt Wetzikon organisiert die Betreuung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich ab 2027 neu. Entscheidend sind dabei der Aufenthalts- und der Unterstützungsstatus: Für Personen in der kantonalen Asylfürsorge bleibt die Asylorganisation Zürich (AOZ) zuständig. Anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge werden dagegen künftig wieder vom Sozialdienst Wetzikon betreut, wie es seitens der Stadt heisst.

Der Sozialdienst übernimmt ab 1. Januar 2027 insgesamt 59 Fälle mit derzeit 124 Personen. Diese werden nach dem Sozialhilfegesetz unterstützt. Ihre Betreuung lasse sich deshalb in die bestehenden Strukturen und Abläufe des Sozialdiensts integrieren, schreibt die Stadt. Dafür wird der Stellenplan je nach Bedarf um bis zu 90 Stellenprozente für die Sozialarbeit und 45 Stellenprozente für die Administration erweitert.

Die Stadt verspricht sich davon auch finanzielle Vorteile. Bestehende Strukturen, Fachwissen und Abläufe könnten genutzt und Doppelspurigkeiten vermieden werden. Eine Weiterführung der Fälle bei der AOZ wäre für Wetzikon laut Mitteilung deutlich teurer.

AOZ bleibt für Asylfürsorge zuständig

Nicht betroffen von der Umstellung sind Personen, die der kantonalen Asylfürsorge unterstehen. Für sie bleibt die AOZ auch 2027 zuständig. Sie übernimmt neben der Fallführung weiterhin die Wohnbetreuung, das Umzugsmanagement und den vereinbarten Unterhalt der städtischen Asylunterkünfte.

Die bisherige Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt Wetzikon und der AOZ läuft Ende 2026 aus. Für 2027 schliesst die Stadt deshalb eine neue, befristete Vereinbarung ab. Damit soll die Betreuung der Personen in der Asylfürsorge ohne Unterbruch weitergeführt werden.

Wie hoch die Kosten dafür ausfallen, hängt von der Zahl der betreuten Personen ab. Auf Grundlage der Belegung im Juni 2026 rechnet die Stadt mit jährlichen Kosten von rund 1,53 Millionen Franken. Davon entfallen rund 166'000 Franken auf die Wohnbetreuung, Umzüge und den Unterhalt der Unterkünfte.

Teurer wird für die Stadt derweil die Fallführung durch die AOZ: Deren Ansatz steigt gegenüber heute um 24 Prozent. Als Gründe nennt die AOZ höhere Personalkosten, die Teuerung und eine Vereinheitlichung ihrer Gemeindetarife.

Externe Leistungen werden neu ausgeschrieben

Die Stadt will die externen Leistungen für die Asylfürsorge im kommenden Jahr neu ausschreiben. Die neue Vergabe soll ab 1. Januar 2028 gelten. Über die Vergabe und die entsprechende Leistungsvereinbarung für die Folgejahre entscheidet der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt.

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