Ab jetzt weht der Wind in Illnau-Effretikon von rechts
Aus dem Stadtparlament
Die Konstituierung des neuen Stadtparlaments von Illnau-Effretikon verlief traditionell formell. Doch die neuen Machtverhältnisse lassen sich bereits erkennen.
Arrivierte 43 Jahre beträgt das Durchschnittsalter des neuen Stadtparlaments Illnau-Effretikon. Und doch erinnert die Szenerie an diesem Donnerstagabend an einen ersten Schultag.
Neue Gesichter suchen ihre Plätze. Angehörige und Freunde verfolgen das Geschehen von der Tribüne. Der Stadtpräsident erklärt bei der Begrüssung, welche Werte und Umgangsformen in den kommenden vier Jahren gelten sollen. Und auf den Computerbildschirmen eine kurze Traktandenliste, die niemanden überfordert: Wahlen, ein Stadtratsantrag, eine Interpellation.
Tatsächlich ist die Konstituierung zu Beginn der Legislatur in der Regel ein formeller Akt. Die Geschäftsleitungs- und Kommissionsmitglieder werden zwar vor Ort gewählt. Die verschiedenen Sitze werden indessen im Vorfeld zwischen den einzelnen Fraktionen verteilt. Das Ringen, oder anders formuliert, die Arbeit, wird also im Hintergrund verrichtet.

