Politik

Knall in Fällanden

Gemeindehaus-Abstimmung muss wiederholt werden

Der Gemeinderat Fällanden hat die Sanierung des Gemeindehauses sistiert. Die Kosten wären mit 29 Millionen Franken mehr als doppelt so teuer geworden wie angenommen.

Gemeindehaus-Abstimmung muss wiederholt werden

Der Gemeinderat Fällanden hat die Sanierung des Gemeindehauses sistiert. Die Kosten wären mit 29 Millionen Franken mehr als doppelt so teuer geworden wie angenommen.

Eigentlich müssten die Pläne zur Sanierung des Gemeindehauses Fällanden schon weit fortgeschritten sein. Doch nun wirft der Gemeinderat alles über den Haufen. Statt der ursprünglich erwarteten Kosten in Höhe von 14 Millionen Franken sind es plötzlich 29 Millionen. Wie die Behörde mitteilt, ist die auf einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2022 basierende Grobkostenschätzung deutlich zu tief angesetzt gewesen.

Die Berechnungsgrundlagen, die im Jahr 2017 erstellt und im Jahr 2022 aktualisiert worden seien, hätten den realen Sanierungsbedarf aus heutiger Sicht nur unvollständig abgebildet, heisst es weiter. Kombiniert mit der Bauteuerung ergebe sich nun eine massive Kostensteigerung.

 Der Gemeinderat übernimmt die Verantwortung für die fehlerhafte Ausarbeitung der Vorlage und entschuldigt sich in aller Form für die Versäumnisse.

Gemeinderat Fällanden

Für die Sanierung und gegen einen Neubau ihres Gemeindehauses hatten sich die Stimmberechtigten im Oktober 2023 mit über 60 Prozent ausgesprochen. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes für 14 Millionen Franken stand dabei einem Neubau mit Nutzungserweiterungen für 33 Millionen gegenüber. Den entsprechenden Projektierungskredit in Höhe von 1,2 Millionen Franken genehmigte die Gemeindeversammlung im Juni vor zwei Jahren.

Neue Abstimmung

Mit der massiven Kostenabweichung ist gemäss Gemeinde die Meinungsbildung der Stimmberechtigten auf der Grundlage von falschen Annahmen erfolgt. Nun soll die Abstimmung wiederholt werden. Geplant ist der erneute Urnengang im ersten Halbjahr 2027.   

Dabei soll es wieder um die Frage gehen, ob ein Neubau hersoll oder der bestehende, über 50 Jahre alte Bau saniert wird. Der Gemeinderat schreibt, dass bei einem Neubau auch die Schaffung von Alterswohnungen möglich wäre.

«Der Gemeinderat übernimmt die Verantwortung für die fehlerhafte Ausarbeitung der Vorlage und entschuldigt sich in aller Form für die Versäumnisse», heisst es in der Mitteilung.

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