Kein Linksabbiegeverbot in Robenhausen: Anwohner freuts, aber…
Die Sache hat einen Haken
Wetzikon verzichtet auf definitives Linksabbiegeverbot in Robenhausen, zur Freude der Quartierbewohner. Und doch sind sie nicht zu hundert Prozent zufrieden.
Die Stadt Wetzikon hat in Robenhausen ein Linksabbiegeverbot von der Seegräbner- in die Schulhausstrasse getestet und sich am Ende gegen die definitive Einführung entschieden. Damit sollte das Quartier vom Durchgangsverkehr entlastet werden. «Hauptgründe sind die schlechte Einhaltung des Verbots, der hohe Kontrollaufwand, die vielen negativen Rückmeldungen aus der Bevölkerung sowie geringe Chancen auf eine Bewilligung vonseiten der Kantonspolizei», so die Begründung für den Abbruch des Versuchs.
Das freut die Interessengemeinschaft aus Anwohnerinnen, Anwohnern und Gewerbetreibenden in Robenhausen, die sich gemeinsam gegen das geplante Linksabbiegeverbot eingesetzt hat. Die Gruppe sammelte über 1200 Unterschriften dagegen. «Wir sind sehr froh, dass das Linksabbiegeverbot nicht umgesetzt wird und unser Anliegen Gehör gefunden hat», sagt Markus Montanari, Mitglied der Interessengemeinschaft. Die breite Unterstützung aus der Bevölkerung und dem lokalen Gewerbe habe gezeigt, dass die geplante Massnahme auf grossen Widerstand stiess.
Neu setzt die Stadt auf die Sperrung der Aabachbrücke an der Motorenstrasse, um dem Schleichverkehr entgegenzuwirken. Diesen Ansatz betrachtet die IG mit gemischten Gefühlen. Die Sperrung werde zwar akzeptiert, sei aus ihrer Sicht jedoch keine gute Lösung. Man sehe zwar, dass der Verkehr dadurch abnehmen könnte, gleichzeitig seien aber auch Anwohnende betroffen, die den Arbeitsweg über die Brücke nutzen. «Diese Personen haben nichts mit dem Schleichverkehr zu tun», so Montanari.

