Auf dem Gerichtsplatz in Uster spricht die Stadtplanerin über Hitze
Öffentliche Räume sollen Aufenthaltsort, Veranstaltungsfläche und Antwort auf die Klimabelastung sein. Rita Newnam erklärt, warum diese Ansprüche die Stadtplanung immer stärker unter Druck setzen.
Mittwochnachmittag, kurz vor 15 Uhr, Gerichtsplatz in Uster. Die Sonne brennt auf den Asphalt. Wenige Meter abseits des Holzpavillons, der in die Garage unter dem vor einem Jahr fertiggestellten Platz führt, mäht ein Gärtner das spriessende Grün zwischen neu gepflanzten jungen Bäumen.
Trotz Elektromotor sind die Geräusche so laut, dass Rita Newnam zwischenzeitlich nur sehr schwer zu verstehen ist. Die seit November 2023 amtierende Stadtplanerin von Uster hat diesen Ort für das heutige Treffen vorgeschlagen.
Warum treffen wir uns heute hier?
Rita Newnam: Der im Juni 2025 eröffnete Gerichtsplatz ist für mich ein Beispiel, wie Stadtplanung und -entwicklung auf die Gestaltung eines Orts einwirken kann. Hier wurde mit einem Gestaltungsplanverfahren eruiert, wo Verdichtung stattfinden soll, wie die Bebauung aussehen soll, wo Bäume gepflanzt werden sollen. Und der Platz wurde von den Leuten angenommen, ich sehe hier immer wieder Leute auf den Stühlen sitzen.

