Stadt Wetzikon setzt in Robenhausen auf Brückensperrung
Statt Linksabbiegeverbot
Das Linksabbiegeverbot kam bei Anwohnern in Robenhausen nicht gut an. Der Stadtrat hat nun einen anderen Plan, um das Quartier vom Durchgangsverkehr zu entlasten.
Es ist ein altbekanntes Problem in Robenhausen: Kaum staut es auf den Hauptachsen, nutzen viele Autofahrerinnen und Autofahrer die Route über die Seegräbner- und die Schulhausstrasse – das führt zu Schleichverkehr im Quartier.
Von Januar bis März testete die Stadt deshalb ein Linksabbiegeverbot von der Seegräbner- in die Schulhausstrasse. Doch mit dieser Massnahme waren viele Anwohnerinnen und Anwohner nicht einverstanden. Eine Gruppe aus Robenhausen sammelte über 1200 Unterschriften dagegen.
Nun hat der Stadtrat entschieden, das Linksabbiegeverbot nicht definitiv einzuführen. «Hauptgründe sind die schlechte Einhaltung des Verbots, der hohe Kontrollaufwand, die vielen negativen Rückmeldungen aus der Bevölkerung sowie geringe Chancen auf eine Bewilligung vonseiten der Kantonspolizei», teilt die Stadt mit.
Der Stadtrat hält aber an seinem Ziel fest, die Quartiere vom Durchgangsverkehr zu entlasten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Deshalb hat er entschieden, die Aabachbrücke an der Motorenstrasse für den motorisierten Verkehr ganz zu sperren.
Bereits heute darf die Brücke nur von Robenhausen in Richtung Motorenstrasse befahren werden. Künftig ist es damit nicht mehr möglich, Robenhausen als Schleichweg in Richtung Motorenstrasse zu nutzen.
Die Sperrung soll beispielsweise mit einem Pfosten auf der Brücke durchgesetzt werden. Dies sei eine kostengünstige Massnahme, von der auch der Fuss- und Veloverkehr profitieren würden.

