Stadtrat Uster sieht keinen Nutzen einer möglichen Autobahnüberdeckung der A15
Der Ustermer Stadtrat betrachtet eine mögliche Überdeckung der A15 zwar als interessant, doch er sieht den Mehrwert mit Blick auf die Kosten als gering an.
Anfang März reichten die drei Ustermer Ratsmitglieder Simon Vlk (FDP), Balthasar Thalmann (SP) und Patricio Frei (Grüne) beim Stadtrat die Anfrage ein, wie dieser zu einer möglichen Mehrfachnutzung einer A15-Autobahnüberdeckung bei Uster stehe. In der Anfrage stand, dass sich der Abschnitt bei Uster wegen der Topografie für eine Überdeckung der Autobahn optimal eigne.
Die drei Politiker hatten eine Win-win-Situation im Blick: Ohne Verlust an Boden schwebten ihnen Wohnungs- und Gewerbebauten, Spiel- und Parkplätze, Parkanlagen oder Schrebergärten vor. Auch eine Querungshilfe für Wildtiere oder Biodiversitätsflächen kamen zur Sprache. Um die Idee auf reeller Basis zu stützen, nannten sie beispielsweise die schon bestehende Überdeckung bei der A51 in Opfikon, wo es auf einer Länge von 585 Metern eine Parkanlage und Spielplätze gibt. Kostenpunkt: 124 Millionen Franken.
Nun hat der Stadtrat diese Anfrage offiziell beantwortet. Im Schreiben aus dem Stadthaus heisst es, dass er eine Überdeckung der A15 grundsätzlich als potenziell interessant beurteilt. Etwa für die Mehrfachnutzung von Boden oder eine landschaftliche Aufwertung. Gleichzeitig betont er, dass Kosten und Nutzen jeweils sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssten.
Aber: Eine kantonale Studie habe den möglichen Standort bei Uster Nord jedoch bereits als Gebiet mit geringem Umsetzungspotenzial und geringem Mehrwert eingestuft. Die Stadt halte diese Einschätzung weiterhin für aktuell. Auch die Potenziale für Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung werden insgesamt als tief beurteilt.
