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«Haubentaucher light»

Strandbad Pfäffikon soll für 3 Millionen Franken umgebaut werden

Der Pfäffiker Gemeinderat plant, im Strandbad Baumen das teurere der beiden zur Wahl stehenden Bauprojekte umzusetzen, um die Badi wieder fit zu machen.

Die Gebäude der Badi am See in Pfäffikon sind sanierungsbedürftig. Jetzt gibt es dafür einen Zeitplan. (Archivbild)

Foto: PD

Strandbad Pfäffikon soll für 3 Millionen Franken umgebaut werden

«Haubentaucher light»

Der Pfäffiker Gemeinderat plant, im Strandbad Baumen das teurere der beiden zur Wahl stehenden Bauprojekte umzusetzen, um die Badi wieder fit zu machen.

Undichtes Dach, beschädigte Fenster, Standards bezüglich Hygiene und Arbeitssicherheit mangelhaft: Das Restaurantgebäude, der Eingangsbereich und die Büros des Strandbads Baumen in Pfäffikon geben nicht mehr viel her. Darum hat der Gemeinderat zwei Varianten ausgearbeitet, wie die Gebäude erneuert werden können.

Jetzt hat der Gemeinderat Pfäffikon mitgeteilt, dass er sich für die Variante «Haubentaucher light» entschieden hat. «Diese Lösung vereint die Anliegen der Bevölkerung mit den Vorgaben des Kantons zum Naturschutz», schreibt er in einer Mitteilung. Die Investitionskosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 3 Millionen Franken.

Eine durchgeführte Online-Umfrage mit 692 Teilnehmenden ergab eine deutliche Präferenz: 57,5 Prozent sprachen sich für den «Haubentaucher» aus, ein Restaurant in der heutigen Grösse mit besserer Infrastruktur und höheren Ertragsaussichten. Nur 36,1 Prozent bevorzugten den kostengünstigeren «Kleinspecht» – Seepavillon im Stil einer Buvette – mit Investitionskosten von 2,2 Millionen Franken.

Das Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich stellte jedoch klar, dass eine Nutzungsintensivierung im sensiblen Flachmoorgebiet und am angrenzenden Wasser- und Zugvogelreservats nicht möglich ist. Jegliche Form der gastronomischen Angebotserweiterung gegenüber dem heutigen Bestand wie beispielsweise ein Saisonbetrieb wären nicht bewilligungsfähig, da sie gegen den kantonalen Richtplan und Naturschutzverordnungen verstossen.

«Haubentaucher light» als Kompromiss

Ursprünglich hatte sich der Gemeinderat aus finanziellen und bewilligungstechnischen Gründen für die kleinere Variante «Kleinspecht» ausgesprochen. Die Umfrage zeigte jedoch eine klare Präferenz der Bevölkerung für den «Haubentaucher». Gleichzeitig machte das Amt für Raumentwicklung (ARE) deutlich, dass die ursprüngliche «Haubentaucher»-Variante nicht bewilligungsfähig wäre.

Um diese gegensätzlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen, passte das Projektteam den «Haubentaucher» gezielt an: Büro- und Lagerflächen wurden auf das notwendige Minimum reduziert, der Wintergarten entfällt, die Anzahl der Aussensitzplätze wird verringert.

Für die weitere Projektierung wird ein öffentliches zweistufiges Planerwahlverfahren durchgeführt. Ab Juli können sich Generalplanerteams bewerben. Aus ihnen wird ein Bewertungsgremium mit Fachleuten aus Architektur/Landschaftsarchitektur, Politik und Verwaltung einige auswählen, welche in einer zweiten Phase ab Herbst ein ausgearbeitetes Angebot einreichen können. Im März 2027 wird das beste Konzept auserkoren und der Zuschlag erteilt.

Die Kosten für das Verfahren betragen rund 98’000 Franken. Die Planung sieht vor, dass der Gemeindeversammlung in der zweiten Jahreshälfte 2027 eine Projektierungsvorlage vorgelegt wird. Über den Baukredit erfolgt schliesslich eine Volksabstimmung an der Urne. Aufgrund des aufwendigen Bewilligungsprozesses ist jedoch nicht mit einem Baustart vor 2030 zu rechnen.

Die detaillierten Umfrageergebnisse und Pläne des «Haubentaucher light» sind auf der Gemeindewebsite www.pfaeffikon.ch verfügbar.

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