Pfäffikon erhält neue Usterstrasse – für über 11 Millionen
Baustart 2027
Der Regierungsrat hat das Sanierungsprojekt für die Usterstrasse in Pfäffikon festgesetzt und dafür über 11 Millionen Franken bewilligt. Der Baustart ist 2027 geplant.
Jetzt ist der Entscheid gefallen: Die sanierungsbedürftige Usterstrasse in Pfäffikon wird umfassend erneuert. Der Zürcher Regierungsrat hat Ausgaben von insgesamt 11,257 Millionen Franken bewilligt und das Projekt offiziell festgesetzt. Damit ist der Weg frei für die Bauarbeiten, die voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 starten sollen.
Betroffen ist der rund einen Kilometer lange Abschnitt zwischen der Obermattstrasse und der Ruetschbergstrasse. Die Strasse gilt seit Längerem als Problemstrecke. Täglich verkehren dort über 11’000 Fahrzeuge, gleichzeitig befindet sich die Strasse in schlechtem Zustand. Bereits seit Frühjahr 2023 warnen Schilder vor der unebenen Fahrbahn.
Schlechter Untergrund sorgt seit Jahren für Probleme
Der Abschnitt der Usterstrasse ist insbesondere wegen des Untergrunds anfällig. Laut Kanton bestehen dort Sumpf- und Seeablagerungen, die zu Absenkungen führen. Dadurch entstanden über die Jahre starke Unebenheiten auf der Fahrbahn.
Schon länger war klar, dass punktuelle Reparaturen nicht mehr ausreichen würden. Nun soll deshalb die gesamte Strasse bis auf eine Tiefe von 1,5 Metern ersetzt werden. Zusätzlich ist ein lärmarmer Deckbelag vorgesehen.
Bereits im Sommer 2024 hatte der Kanton angekündigt, die sogenannte «Buckelpiste» umfassend sanieren zu wollen. Damals lag das Projekt öffentlich auf.
Mehr Sicherheit für Velos und Fussgänger
Mit der Sanierung werden gleichzeitig mehrere Anpassungen für den Langsamverkehr umgesetzt. Geplant sind neue Mittelschutzinseln mit Fussgängerstreifen und Velofurten bei den Bushaltestellen Ruetschbergstrasse sowie bei der Schanz- und Obermattstrasse.
Auch die Verkehrsführung für Velos wird angepasst. An der Obermattstrasse entsteht eine neue Lösung, damit Velofahrer stadteinwärts sicher vom kombinierten Geh- und Veloweg zurück auf die Fahrbahn gelangen. In der Gegenrichtung soll ein zusätzlicher Radstreifen die Zufahrt zum Veloweg verbessern.
Die beiden Bushaltestellen Ruetschbergstrasse und Im Spitz werden zudem hindernisfrei ausgebaut. Künftig werden beide als Fahrbahnhaltestellen betrieben. Dadurch können Busse nach dem Halt direkt weiterfahren, ohne wieder in den Verkehr einfädeln zu müssen. Bei der Haltestelle Im Spitz wird ausserdem eine bestehende Busbucht zurückgebaut und begrünt.
Zwei Einsprachen bleiben bestehen
Das Bauprojekt lag zwischen Ende September und Ende Oktober 2024 öffentlich auf. Während der Auflage gingen insgesamt 13 Einsprachen ein. 11 Einsprachen konnten laut Regierungsrat zur Einigung kommen.
Die beiden verbleibenden Einsprachen hat der Regierungsrat nun mit der Festsetzung des Projekts abgewiesen. Falls gegen diesen Entscheid keine weiteren Rechtsmittel ergriffen werden, sollen die Bauarbeiten im zweiten Quartal 2027 beginnen. Die Bauzeit wird auf rund 15 Monate geschätzt.
Von den Gesamtkosten entfallen laut Kanton rund 9,44 Millionen Franken auf die eigentliche Instandsetzung der Strasse. Weitere 1,82 Millionen Franken sind für zusätzliche Verbesserungen und Ausbauten vorgesehen.