Hittnau und Egg zählen am Abstimmungssonntag digital aus
Pilotprojekt im Kanton Zürich
Am 14. Juni kommt es zu einer Premiere im Kanton Zürich – oder besser gesagt, zu neun. Hittnau, Egg und sieben weitere Gemeinden setzen neu auf E-Counting.
Die Gemeinden Hittnau und Egg machen am 14. Juni einen grossen Schritt in Richtung digitale Zukunft – und das als zwei von insgesamt neun Pilotgemeinden im Kanton. Dann werden am Abstimmungssonntag erstmals nicht mehr die händisch geschriebenen «Ja» und «Nein» ausgezählt, sondern nur noch Kreuzchen ausgewertet. Und sogar das vollautomatisch.
«Unter E-Counting versteht man die elektronische Auszählung von Stimmzetteln mittels Scanner und spezieller Auswertungssoftware», heisst es auf der Website von Egovpartner. Die maschinenlesbaren Stimmzettel werden dabei eingescannt und durch eine Software automatisiert ausgewertet.
In über 100 Städten und Gemeinden ist das E-Counting seit Jahren für kommunale Vorlagen etabliert, Genf machte bereits vor 20 Jahren den Anfang. Der Bundesrat hat den Einsatz für eidgenössische Vorlagen erst im Jahr 2018 bewilligt und klare Anforderungen definiert, um die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit der Auszählung zu gewährleisten. Die Zürcher Direktion der Justiz und des Innern hat den Einsatz dieser Technologie jetzt auch für kantonale und kommunale Abstimmungen im gesamten Kantonsgebiet bewilligt, heisst es auf der kantonalen Website.

