Im Zentrum von Mönchaltorf soll der Bus Vortritt erhalten
Neue Details bekannt
Ab 2030 soll eine neue Buslinie zwischen Esslingen und Wetzikon verkehren. Dafür plant der Kanton in Mönchaltorf eine sogenannte Busbevorzugungsanlage.
Eine neue Buslinie soll das Oberland besser verbinden: Ab Dezember 2030 soll die Linie 866 zwischen Esslingen und Wetzikon verkehren. Damit die Busse pünktlich fahren können, braucht es aber Unterstützung – eine intelligente Ampelanlage soll das ermöglichen.
Der Gemeinderat Mönchaltorf hat sich nun zur geplanten Buspriorisierungsanlage auf der Uster- und Gossauerstrasse bekannt und ebnet damit den Weg für die neue Linie. Das Projekt wird von allen vier beteiligten Gemeinden – Wetzikon, Gossau, Esslingen und Mönchaltorf – unterstützt.
Worum geht es
Die Linie 866 ergänzt das bestehende Angebot und verdichtet das ÖV-Netz. Für Mönchaltorf werden täglich etwa 200 Fahrgäste erwartet. Besonders wichtig: Die neue Linie bindet Esslingen und Mönchaltorf direkt an Wetzikon an.
Das Problem
An der Einmündung Gossauerstrasse/Usterstrasse und bei der Engstelle bei der Kirchenmauer ist der Verkehr überlastet. Testfahrten zeigten: Ohne Massnahmen hätten die neuen Busse erhebliche Verspätungen, und das Kreuzen von Lastwagen und Bus ist unmöglich.
Die Lösung
Eine Lichtsignalanlage soll die Busse priorisieren und ihnen eine grüne Welle verschaffen. Sie aktiviert sich, wenn ein Bus anrollt – etwa vier- bis fünfmal pro Stosszeit. Das Zeitfenster dauert rund 50 Sekunden. Der Vorteil: Bei Rotlicht bleibt die Ausfahrt von der Rällikerstrasse frei, der Verkehr Richtung Uster wird nicht unterbrochen.
Die Kosten
Die Ampelanlage kostet rund 1,5 Millionen Franken und wird vom Kanton bezahlt. Die laufenden Betriebskosten der neuen Buslinie teilen sich die vier beteiligten Gemeinden – also Mönchaltorf, Wetzikon, Gossau und Esslingen – proportional, entsprechend der Haltestellen, die sie erhalten.
Die neue Haltestelle(n)
Mit der Buslinie 866 entstehen mehrere neue Haltestellen in Mönchaltorf. Eine davon ist in der Schwerzi beim Werkhof, die als kompakte Fahrbahnhaltestelle gebaut wird, um den Werkbetrieb minimal zu beeinträchtigen. Sollte die Buslinie vor dem geplanten Bau des Velowegs starten, wird diese Haltestelle provisorisch errichtet. Die genaue Anzahl und Lage aller neuen Haltestellen werden noch konkretisiert.
Der Zeitplan
Der Testbetrieb der Ampelanlage startet voraussichtlich im Herbst 2027. Die Gemeinde will damit überprüfen, ob die Verkehrssignale wie geplant funktionieren und ob es Optimierungsbedarf gibt. Bis dahin müssen Details zur Durchführung und Kommunikation mit der Bevölkerung geklärt werden.
Der Hintergrund
Die Buslinie 866 ist seit Jahren in Planung. Die ursprüngliche Umsetzung über das Betriebs- und Gestaltungskonzept der Usterstrasse ist aber erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. Deshalb suchte das kantonale Tiefbauamt eine schnellere Lösung – und fand sie mit der Ampelanlage.
Der Gemeinderat von Mönchaltorf behält sich vor, die Zustimmung zu überprüfen, sollten sich wesentliche Rahmenbedingungen ändern. Eine Info-Veranstaltung für die Bevölkerung ist geplant, sobald alle Details geklärt sind.

