Von Erwachsenenbildung, Parkierverordnung und Tagesschulen
Parlament Illnau-Effretikon
Bei der Parlamentssitzung in Illnau-Effretikon gab es einiges zu diskutieren. Sogar wenn sich alle einig waren.
Erwachsenenbildung bleibt vorerst bestehen
Das Wort «Erwachsenenbildung» klingt genau so trocken, wie der Flyer für ein solches Angebot in Illnau-Effretikon aussieht. An der Parlamentssitzung von Donnerstagabend trat Kilian Meier (Die Mitte) ans Rednerpult und streckte zwei Dokumente in die Luft. «Ich bin gespannt, ob Sie mir sagen können, welches hier welches ist: Eins ist das Kursprogramm für die Erwachsenenbildung, wie sie die Stadt bewirbt. Das andere ist die Seite 29 der aktuellen Jahresrechnung.» Gelächter erfüllt den Saal, denn die beiden Dokumente sehen zum Verwechseln ähnlich aus.
Was auf den ersten Blick wie ein verstaubtes Angebot erscheint, wurde von den Parlamentarierinnen und Parlamentariern aber mit allen Mitteln verteidigt. Denn der Stadtrat beantragte, die Erwachsenenbildung aufzuheben. Zum einen weil die Teilnehmerzahlen rückläufig sind: 2019 waren es noch 711 Kursteilnehmende, 2024 nur noch 591. Zum anderen will der Stadtrat so jährlich wiederkehrende Kosten von 6000 Franken einsparen. Dies ist eine Massnahme, die noch auf dem Sparpaket von 2025 basiert.

