Die E-Scooter bleiben in Illnau-Effretikon
Weitere Zusammenarbeit mit Voi
Nach insgesamt drei Jahren Pilotprojekt ist entschieden, die E-Scooter dürfen in Illnau-Effretikon bleiben. Und: Das Netz wird weiter ausgebaut.
Die Voi E-Scooter bleiben in Illnau-Effretikon – und das unbefristet.
Nachdem die Stadt das einjährige Pilotprojekt im Juni 2023 gestartet hat, wurde es anschliessend um zwei weitere Jahre verlängert. Jetzt, wenige Wochen bevor der Vertrag abläuft, teilt die Stadt mit, die Scooter bleiben – und das Parkierungsnetz wird ausgebaut.
Wie die Stadt in der Mitteilung schreibt, seien die gekennzeichneten Parkierbereiche von Anfang an ein wesentliches Merkmal des Angebots gewesen. Im Laufe des Pilotprojekts wurden die 13 Standorte in Effretikon auf 25 Stationen ausgebaut, so unter anderem auch auf Illnau, Bisikon und Ottikon.
Wenig Aufwand, rege Nutzung
Während der nun dreijährigen Pilotphase seien nur vereinzelt negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung bei der Stadt eingegangen. Diese betrafen hauptsächlich herumstehende, nicht in den Zonen parkierte E-Scooter. Die Stadtpolizei habe bis dato keine nennenswerten Vorfälle verzeichnet. Für die Stadtverwaltung hingegen entstand ein Aufwand fürs Einparkieren von den Scootern sowie für die Unterhaltsarbeiten an den Abstellplätzen.
Und das Angebot wird rege genutzt: Seit der Stationserweiterung haben sich die Fahrten mehr als verdoppelt, und im Winter 2025 haben mehr Fahrten stattgefunden als im Sommer 2024. Im Schnitt würden 44 Prozent mehr Fahrten pro Nutzender und Monat absolviert. So haben im letzten Jahr insgesamt 1642 Personen und seit Einführung im Juni 2023 mindestens 3239 Personen eine Fahrt absolviert.
Die meisten Fahrten konzentrieren sich auf Effretikon, wobei der Bahnhof ein zentraler Knotenpunkt bildet. Zudem seien mit 41 Prozent der Fahrten die meisten im Umkreis von Ausbildungsstätten erfolgt – ein Hinweis auf eher jüngere Angebotsnutzer.
Weiterhin Unterstützung der Stadt nötig
Voi möchte den E-Scooter-Betrieb in Illnau-Effretikon langfristig weiterführen. Die Wirtschaftlichkeit hat sich verbessert, reicht aber noch nicht ohne Unterstützung der Stadt. Deshalb braucht es entweder mehr Parkierstationen (31 bis 34 insgesamt) oder eine jährliche Beteiligung der Stadt von 5000 Franken.
Mehr Stationen sollen die Nutzung erhöhen, da eine bessere Abdeckung mehr Fahrten ermöglicht. Die konkreten Standorte werden gemeinsam mit der Stadt festgelegt.
Zudem plant Voi einen unbefristeten Vertrag mit sechs Monaten Kündigungsfrist, eine Flotte von 75 bis 125 Fahrzeugen und eventuell auch ein E-Bike-Testangebot.