Gemeinderat Turbenthal will keinen Schulhausausbau – ein Affront
Knatsch zwischen Gemeinderat und Sekundarschule
Der Gemeinderat Turbenthal lehnt den geplanten Ausbau der Schulanlage Breiti ab – die Sekundarschulgemeinde findet den Ausbau wichtig. Gespräche konnten nicht helfen.
Die Sekundarschulgemeinde Turbenthal-Wildberg will den Stimmberechtigten im Juni einen Baukredit von rund 5,7 Millionen Franken für den Ausbau der Schulanlage Breiti vorlegen. Das Projekt umfasst einen südlichen Anbau mit drei Klassenzimmern, sieben Gruppenräumen und zusätzlichen WC-Anlagen.
Der Turbenthaler Gemeinderat stellt sich jedoch gegen das Vorhaben und zweifelt den Nutzen der Investition angesichts der erwarteten Entwicklung der Schülerzahlen an. Dies schreibt er in einem Verhandlungsbericht und stellt sich dabei öffentlich gegen die Sekundarschulgemeinde.
Schulpräsident Daniel Schneiter (parteilos) empfindet dies als Affront: «Für mich wirkt das Vorgehen schon etwas merkwürdig, dass der Gemeinderat das Projekt nun öffentlich ablehnt.» Er geht davon aus, dass die mögliche Fusion zwischen Pfäffikon und Wildberg bei diesen Überlegungen und Sparmassnahmen mit hineinspielt: «Offenbar wird nun die Schulkasse plötzlich zur Gemeindekasse.»

